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Herzstück des Planetenweges ist wieder am alten Platz

Die Sonne braucht Sonnenlicht

Bad Lippspringe (WB/bel). Die Sonne in Bad Lippspringe ist wieder an ihrem alten Platz. Zur Landesgartenschau musste das Herzstück des Planetenwegs in Bad Lippspringe um knapp 100 Meter nach links unter die Bäume im Arminiuspark versetzt werden. Jetzt steht sie wieder am alten Platz.

Die Sonne des Planetenweges steht jetzt wieder in der Sonne und damit am alten Platz. Aufgrund der Landesgartenschau war sie unter den Bäumen verschwunden. Doch die Ablagerungen der Bäume greifen auch die Lackierung an. Foto: Jörn Hannemann

»Und sie braucht auch die Sonne«, freut sich über die Versetzung durch die Stadt auch Arnold Hoppe, stellvertretender Vorsitzender der Planetariumsgesellschaft OWL. Denn die Sonne ist aus einem Plexiglas-Material hergestellt worden, speziell für ihren Standort mitten im Park, und wurde zusätzlich als Schutz mit einem besonderen Lack versehen. Die Ablagerungen der Bäume greifen diese Lackschicht jedoch an und deshalb ist der freie Standort für die Sonne optimal, so Hoppe. Doch auch aus einem anderen Grund freuen sich die Planetarier über den alten und jetzt wieder neuen Standort vor dem Prinzenpalais. Bei Führungen insbesondere mit Schulklassen wird gerne das Phänomen der Mondfinsternis erklärt und dies erfordert zur besseren Anschaulichkeit die Sichtachse von der Erde in der Fußgängerzone bis zur Sonne. Mit dem Versetzten der Sonne war dies hinfällig, doch jetzt sind alle Proportionen des sechs Kilometer langen Planetenwegs wieder im ursprünglichen Lot.

Willi Schmidt sichert sich die »Erde«

Seit zwölf Jahren gibt es den maßgebend von Künstler Manfred Claes Schäfers gestalteten Planetenweg in Bad Lippspringe und er erfreut sich gleich bleibender Beliebtheit. 2006 mit Sonne und den neun Planeten als Stationen unter Kuppel maßstabsgetreu auch mit den entsprechenden Enfernungsdimensionen errichtet, hat er seinerzeit knapp 50.000 Euro gekostet, die unter Federführung der Planetariumsgesellschaft OWL ausschließlich über Spenden finanziert wurden. Der damalige Bürgermeister Willi Schmidt hatte sich als Sponsor die Erde gesichert mit ihrem Durchmesser von 14,6 Millimetern.

Bedingt durch die Landesgartenschau musste nicht nur die Sonne ihren zentralen Platz im Park räumen, sondern auch der Saturn. Er wurde aufgrund der damaligen Fällarbeiten um 50 Meter versetzt und so in Sicherheit gebracht.

Um den Erhalt des Weges kümmern sich ehrenamtlich vier Mitglieder der Gesellschaft, darunter auch Hoppe. Vor allem Pluto fiel immer wieder Randalierern zum Opfer und je nach Beschädigung kostet eine Reparatur etwa 300 bis 1000 Euro, die vom Verein aufgebracht werden muss. »Bei Führungen und Veranstaltungen sprechen wir deshalb immer wieder Spaziergänger oder Hundehalter auf dem Weg an, als Vorbeugung ein Auge auf die Stationen zu werfen«, sagt Hoppe.

Acht Führungen pro Jahr

Pro Jahr werden mindestens acht Führungen angeboten und auch zu besonderen Ereignissen wie einer Sonnenfinsternis wird am Weg entlang informiert. Und als Teil der Ferienspiele wird der Planetenweg immer wieder gern nachgefragt. Von zehn bis 70 Teilnehmern reicht dann die Bandbreite, bei besonderen Allkonstellationen gibt es auch Beobachtungen mit dem Teleskop.

Zu den laufenden Instandhaltungsarbeiten der Gesellschaft mit ihren 48 Mitgliedern gehört natürlich auch das Reinigen der Tafeln, die speziell für die Landesgartenschau neu erstellt wurden. Sie bestehen aus bedruckten Aluminiumschildern und wurden am Wochenende wieder gereinigt. Sie werden durch Plexiglasscheiben geschützt, die oftmals mit Etiketten zugeklebt werden und deren Entfernung zusätzliche Probleme bereitet. »So nett es auch von manchen Bürgern gemeint ist, bitte nicht mit scharfen Reinigungsmitteln drangehen«, freut sich Hoppe über das Engagement von Engagierten für den Erhalt des Planetenweges. Weitere Informationen erhalten Sie online .

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