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Maßnahmenpaket der Stadt für mehr Schulwegsicherheit

Displays mahnen in Bad Lippspringe zum langsameren Fahren

Bad Lippspringe

Stadt und Politik wollen die Schulwege in Bad Lippspringe noch sicherer machen. Im Fokus steht aktuell die Concordia-Grundschule. Neue digitale Hinweisschilder erinnern die Autofahrer daran, in diesem sensiblen Bereich die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit einzuhalten. Eine Daten-Auswertung soll bis Ende dieses Jahres erfolgen.

Von Klaus Karenfeld

Digitale Displays zeigen seit Kurzem dem Autofahrer an der Concordia-Grundschule in Bad Lippspringe an, ob er zu schnell fährt. Foto: Klaus Karenfeld

Das Thema ist nicht neu. Bereits im März 2021 hatte eine Schulwegkonferenz getagt, an der Vertreter aus Politik, Schule und Verwaltung sowie der Polizei und der Elternschaft teilnahmen.

Wie in anderen Städten zu beobachten, herrscht auch an den beiden Bad Lippspringer Grundschulen besonders morgens und mittags ein hohes Verkehrsaufkommen. Eltern bringen ihrer Kinder mit dem Pkw zum Unterricht und holen sie nach Schulschluss auch wieder ab. Im Bereich der evangelischen Grundschule hat die Stadt an der Karlstraße Kurzzeitparkplätze ausgewiesen. Die Eltern haben dort die Möglichkeit, kurz zu halten und die Kinder in Ruhe aus dem Fahrzeug aussteigen zu lassen.

Selbst die Busfahrspur wird oft zugeparkt

Die Situation an der Concordia-Grundschule ist eine andere. „Hier stehen etwas mehr als 20 Kurzzeitparkplätze in der benachbarten Konrad-Korte-Straße zur Verfügung“, macht Fachbereichsleiter David Tyler im Gespräch mit dieser Zeitung deutlich. Viele Eltern entschieden sich aber, ihre Kinder mit dem Auto so nahe wie möglich an das Schulgebäude zu bringen. Das führe nicht selten zu einem nicht ungefährlichen Verkehrsstau – besonders für die Kinder. Selbst die Busfahrspur werde oft zugeparkt.

Die Stadt hat daraufhin das Aachener Büro DTV-Verkehrsconsult damit beauftragt, die Situation vor Ort genau zu analysieren und zu entschärfen . Konkretes Ergebnis ist ein Paket unterschiedlicher Maßnahmen, das jetzt in die Tat umgesetzt wurde.

Und das sieht im Einzelnen so aus: Eine neue Beschilderung soll Autofahrer im Bereich der Concordia-Grundschule daran erinnern, dass die Busspur nicht von Privat-Autos befahren werden darf. Auch das kurzzeitig Halten oder Parken ist hier ausdrücklich nicht erlaubt.

Gleichzeitig hat die Stadt drei digitale Dialog-Displays an den Zugangsstraßen zur katholischen Grundschule anbringen lassen. Wie berichtet, ist in direkter Umgebung der Schule nur Schritttempo erlaubt. Die zulässige Geschwindigkeit liegt hier folglich bei fünf bis maximal sieben Stundenkilometern. In den angrenzenden Straßen ist durchgängig Tempo 30 erlaubt.

Bürgersteig am Eingangsbereich erweitert

Jetzt sieht die Situation vor Ort so aus: Kurz bevor der Autofahrer in den verkehrsberuhigten Bereich an der Grundschule wechselt, wird seine Geschwindigkeit gemessen. Fährt er – wie nicht selten der Fall – zu schnell, fordert ihn das tief rot leuchtende Digital-Display auf, umgehend langsamer zu fahren.

Ein weiterer Gefahrenpunkt konnte bereits beseitigt werden: Jeweils morgens, kurz vor Schulbeginn, sammelten sich bisher viele Eltern im Eingangsbereich zum Schulgelände, um sich von ihren Kindern zu verabschieden. „Der Bürgersteig wurde in Teilen so sehr blockiert, dass ankommende Schüler einige Meter über die Straße gehen mussten, um die Schule zu erreichen“, so Tyler. Konsequenz: Die Stadt hat den Bürgersteig am Schul-Eingangsbereich um einige Meter erweitert.

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