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Auszubildende des Martinstifts kochen für 200 Personen

Ein Tag lang Chef sein

Bad Lippspringe (WB). Einen Tag lang Chef sein, Tagesrationen für die Bewohner planen, ein Menü kreieren und etwa 200 Essen zubereiten: Diese Aufgabe haben Nina-Marie Rittmeier (20), Maike Richert (21) und Jasmin James­sone (20) als Auszubildende in der Hauswirtschaft im evangelischen Seniorenzentrum Martinstift übernommen.

Jasmin Jamessone bereitet Maischollen zu. Für 200 Bewohner und Mitarbeiter hat die angehende Köchin zusammen mit ihren beiden Ausbildungskolleginnen ein Tagesmenü im Altenzentrum Martinstift gekocht, immer unter den Augen von Walter Pichler. Foto: Louis Ruthe

»Es ist ein tolles Gefühl, dass unsere Chefs uns so sehr vertrauen, dass sie uns sogar die Küche überlassen«, sagt Hauswirtschafts-Azubi Maike Richert. Sie ist im dritten Ausbildungsjahr und legt Ende Juni ihre praktische Prüfung zur Hauswirtschafterin ab. Sie habe sehr gute Erfahrungen sammeln können, die sie im späteren Arbeitsalltag mit Sicherheit benötigen würde.

Azubi-Kollegin Nina-Marie Rittmeier ergänzt: »Es war schon stressig, aber eine gute Teamleistung.« Von sechs Uhr morgens an bis zum Dienstschluss um 15 Uhr haben die Auszubildenden die Verantwortung für die Küche und Hauswirtschaft im Altenzentrum Martinstift übernommen.

»Beim Mittagessen mussten wir eine Suppe, eine Hauptspeise und ein Dessert zubereiten«, sagt Jasmin Jamessone. »Das Menü haben wir im Vorfeld selbst zusammengestellt.« So hat es Spargelcremsuppe als Vorspeise, Maischolle mit Zitronen-Dill-Soße auf Blattspinat und Butterkartoffeln als Hauptspeise und einen Erdbeertraum als Nachtisch gegeben.

Nina-Marie Rittmeier (links) und Maike Richert präsentieren die selbstkreierten Dessert-Schälchen für die Bewohner. Foto: Louis Ruthe

»Die Azubis haben sich nicht gerade das leichteste Menü ausgesucht«, sagt Küchenchef Walter Pichler. Er betreut gemeinsam mit Emanuel Roy die Koch-Azubis im Martinstift. Seit neun Jahren bekocht er dort die Bewohner und Mitarbeiter.

»Jede Wohneinheit hat ihre eigenen Bestellungen«, sagt Walter Pichler. Egal ob passierte Kost, Schaumkost oder feste Speisen, die Azubis hätten bei der Zubereitung der diversen Speisen viel beachten müssen.

»Mit dem Tag haben unsere Auszubildenden eine sehr gute Prüfungsvorbereitung«, sagt Nicole Lütkemeier, Betreuerin der Hauswirtschafts-Azubis. Der Anspruch an die Auszubildenden sei wie in einer Prüfung. »Im Team sind heute alle zu Höchstleistungen aufgelaufen«, sagt Nicole Lütkemeier. Jeder habe die nötige Verantwortung – und darüber hinaus – übernommen. »Wir sind sehr stolz auf unsere Azubis«, sagt Nicole Lütkemeier. Sie hätte morgens nur einmal kurz durchgerufen und nachgefragt, ob alle zum Dienst angetreten seien.

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