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Herbert Gruber folgt auf Willi Hennemeyer

Eine Ära endet: Heimatverein Bad Lippspringe unter neuer Führung

Bad Lippspringe

Eine Ära ist am Dienstagabend zu Ende gegangen: Nach 22 Jahren hat sich Willi Hennemeyer von der Spitze des Bad Lippspringer Heimatvereins verabschiedet. Herbert Gruber, der bisherige Stellvertreter, wird seine Nachfolge antreten.

Von Klaus Karenfeld

Ein Bild für die Geschichte in Bad Lippspringe: die beiden Ehrenvorsitzenden des Heimatvereins, Prof. Wilhelm Hagemann (links) und Willi Hennemeyer (rechts) sowie der neue Vorsitzende Herbert Gruber. Foto: Klaus Karenfeld

Die Wahl Grubers fiel einstimmig aus. In seiner Dankesrede stellte der neue Vorsitzende klar, dass er sich in der Tradition seiner vier Vorgänger sehe. Gleichzeitig wurde Hennemeyer in der gut besuchten Mitgliederversammlung zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Etwas mehr als 400 Mitglieder zählt der Heimatverein Bad Lippspringe heute. In seiner Abschiedsrede betonte Hennemeyer, dass er seinem Nachfolger ein ordentlich bestelltes Haus übergeben werde. Die Neuwahl Grubers war nicht die einzige personelle Veränderung. Zur Freude der Versammlung konnten auch die weiteren Vorstandsämter einstimmig besetzt werden. Neue stellvertretende Vorsitzende ist Marietheres Kriebel. Das Amt des Schatzmeisters bekleidet künftig Wolfgang Dzieran. Zum Geschäftsführer wurde Joachim Hanewinkel gewählt. Neu im Vorstand ist auch Gisela Hauk, die auf Heinfried Watermann als neue Schriftführerin folgt.

Einen besonderen Dank sprach Hennemeyer seinem langjährigen Weggefährten Günter Schulte aus, der dem Vorstand mehr als 30 Jahre angehörte, und das in unterschiedlichen Funktionen. Der Bad Lippspringer Steuerberater war zuletzt nicht nur Geschäftsführer des Vereins, sondern auch dessen Schatzmeister.

Den Wahlen vorausgegangen waren verschiedene Würdigungen. Bürgermeister Ulrich Lange zum Beispiel lobte Hennemeyer als tatkräftigen wie versierten Fachmann: „Du, lieber Willi, warst bei Deiner Wahl 2000 der richtige Mann zum richtigen Zeitpunkt.“ Als Dankeschön überreichte ihm Lange eine Ehrenurkunde der Stadt und eine künstlerische Nachbildung der Silhouette von Bad Lippspringe.

Prof. Wilhelm Hagemann würdigte seinen Vorgänger im Amt mit sehr persönlich gehaltenen Worten. Der gelernte Maurer und spätere Bauunternehmer habe bereits früh ein besonderes Verhältnis zu den archäologischen Grabungen in Bad Lippspringe entwickelt. In seine Amtszeit fiel beispielsweise die Freilegung der nordöstlichen Stadtmauerecke mit den Grundmauern der angrenzenden Gebäude und die darauf folgende Teil-Rekonstruktion des Eckturms (2006/2007).

Prof. Wilhelm Hagemann

Hagemann wies im Verlauf seines Vortrags auf weitere Verdienste Hennemeyers und des Heimatvereins Bad Lippspringe hin. Als Beispiele nannte er die Errichtung einer Außenzapfstelle an der Liborius-Trinkhalle oder den über Jahre dauernden Einsatz zum Erhalt des Lippequellteiches.

Der Verein habe nicht zuletzt auch von Hennemeyers einnehmendem wie gewinnendem Wesen profitiert: „Man kann ihm keine Bitte abschlagen. Zumindest habe ich das nicht gekonnt.“ Und auch beim Einwerben von Spenden oder Fördermitteln sei der bisherige Vorsitzende oft erfolgreich unterwegs gewesen. Das betreffe beispielsweise die Finanzierung des Stadtturmes oder zuletzt auch das von Hagemann verfasste Buch „Bad Lippspringe – allerhand, interessant, aus einer Hand“. Applaus gab es auch für Hennemeyers Ehefrau Annemarie, die starke und immer verständnisvolle Frau an seiner Seite.

Herbert Gruber

Herbert Gruber versprach in seiner Antrittsrede, er wolle die vorbildliche Arbeit seiner Vorgänger fortsetzen: „Corona hat in den vergangenen zwei Jahren viel kaputt gemacht. Jetzt geht es darum, zur Normalität zurückzukehren.“ So werde es in Zukunft wieder die Grünkohlwanderung im Winter und die traditionelle Kulturfahrt des Heimatvereins im Sommer geben. Natürlich stehe der Verein auch möglichen Neuerungen offen gegenüber. Als ausgesprochen gut bezeichnete Gruber die Zusammenarbeit mit der örtlichen Gesamtschule: „Die sollten wir in Zukunft weiter vertiefen und ausbauen.“

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