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Erika Grobbel mit Kulturpreis der Stadt Bad Lippspringe ausgezeichnet

Eine engagierte Künstlerin

Bad Lippspringe (WB/kar).Die Künstlerin Erika Grobbel hat jetzt den Kulturpreis der Stadt Bad Lippspringe erhalten. Die Preisträgern habe sich um die regionale Kulturförderung besonders verdient gemacht, betonte Bürgermeister Andreas Bee in seiner Laudatio.

Freuen sich mit der Preisträgerin Erika Grobbel (von links): Bürgermeister Andreas Bee, der Vorsitzende der Senioren-Union Bad Lippspringe, Ulrich Appelt, und ihr langjähriger Ratskollege Georg Schulte (CDU). Foto: Klaus Karenfeld

Erika Grobbels Werk ist im Besonderen durch ihre naturalistischen Bilder geprägt. „Eigentlich habe ich mich schon in frühester Jugend der Malerei verschrieben”, erinnerte sich die Künstlern bei einem kleinen Empfang im Rathaus. Zahlreiche Ausstellungen, die sie bis in die Landeshauptstadt Düsseldorf führten, machten Erika Grobbel schnell einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

In Bad Lippspringe selbst hat sich die Malerin noch auf eine ganz besondere Weise verewigt. Bis in die 2000er Jahre hinein bekam jeder Haushalt zu Weihnachten eine Grußkarte mit jährlich wechselndem Bildmotiv – exklusiv gestaltet von Erika Grobbel. Darauf zu sehen waren so bekannte Motive wie das Bad Lippspringer Rathaus, der Arminius-Brunnentempel oder die Burgruine. „Diese Grußkarten der CDU haben nicht wenige Bürger über Jahre gesammelt”, wusste Georg Schulte, ein langjähriger Freund und Weggefährte von Erika Grobbel, zu berichten.

20 Jahre politisch im Stadtrat aktiv

Auch in der Kommunalpolitik hat sich die Preisträgerin engagiert: So gehörte sie von 1989 bis 2009 dem Rat der Stadt Bad Lippspringe an. In guter Erinnerung geblieben ist auch ihre Zeit als Kulturausschussvorsitzende. „Das waren wirklich bewegte und bewegende Jahre”, merkte Grobbel in einer kleinen Rückschau an. Die Kulturpolitiker hätten damals eine Menge erreicht und neu auf den Weg gebracht. Dass die Kur- und Badestadt nach 30 Jahren wieder ein Kino bekam, ist Grobbel zufolge auch ein Verdienst des Kulturausschusses. Auf dessen Initiative ging unter anderem auch die Krippenausstellung im Dezember oder die Restaurierung der Burg zurück.

„Diese Erfolge waren aber nur möglich”, so Grobbel, „weil wir über die Parteigrenzen hinweg immer gut und konstruktiv zusammengearbeitet haben.”

Aus der aktiven Politik hat sich die Preisträgerin inzwischen weitgehend zurückgezogen – mit einer Ausnahme: Erika Grobbel ist heute noch Vorstandsmitglied der Senioren-Union Bad Lippspringe. „Ihr Rat wird nach wie vor geschätzt”, betonte Vorsitzender Ulrich Appelt.

erika Grobbel

Der Kulturpreis der Stadt Bad Lippspringe wird seit 2015 jährlich verliehen. Er ist mit jeweils 500 Euro dotiert. Vor Erika Grobbel wurden Odins Filmtheater, der Musiker und langjährige Kantor Ulrich Schneider und die Buchhändlern Rita Waltemode ausgezeichnet. Preisträger im vergangenen Jahr war der Bürgerschützenverein Bad Lippspringe für seine 700-seitige Vereins- und Stadtchronik.

Über den Kulturpreis entscheidet der Kulturausschuss. Im Vorfeld trifft ein eigens eingesetztes Gremium eine Vorauswahl; ihm gehören Kulturpolitiker der im Rat vertretenen Parteien an, ebenso die Preisträger der vergangenen Jahre.

„Dass die Stadt Bad Lippspringe seit 2015 einen Kulturpreis vergibt, finde ich sehr gut”, machte Grobbel abschließend deutlich. „Er symbolisiert, dass die Kultur und die Kulturförderung einen wichtigen Platz in der Kur- und Badestadt haben.”

Das Preisgeld will Erika Grobbel übrigens spenden. Die 500 Euro sollen Straßenkindern in Kaliningrad zugute kommen.

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