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Gehälter steigen schrittweise – mit Kommentar

Einigung im Tarifstreit zwischen MZG Bad Lippspringe und Verdi

Bad Lippspringe

Das Medizinische Zentrum für Gesundheit (MZG) in Bad Lippspringe und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben eine Einigung bei den Tarifverhandlungen erzielt. Für den Verbund mit einem Akutkrankenhaus und fünf Rehabilitationskliniken erfolgt ab dem 1. Juni 2022 über fünf Jahre eine schrittweise Anpassung an die jeweils aktuellen Tabellen des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) über einen Haustarifvertrag.

Mit Streikaktionen haben Beschäftigte des Medizinischen Zentrums für Gesundheit mehrfach für eine Rückkehr in den Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst gestritten. Jetzt liegt ein Schlichtungsergebnis vor, das eine schrittweise Angleichung festlegt. Foto: Uwe Hellberg

Nach langen Verhandlungen unter Beteiligung der Landesschlichterin NRW verständigten sich die Tarifparteien am Ende auf den Schlichtungsvorschlag. Wesentliche Eckpunkte der Einigung sind zum einen die vollständige Anwendung der Entgeltordnung und der Entgelttabellen des TVöD, sowie zum anderen die schrittweise Angleichung an die Höhe der Tabellenentgelte und der Jahressonderzahlung an den TVöD für die Beschäftigten beim MZG Bad Lippspringe. Darüber hinaus erhalten alle Beschäftigten einen Corona- Bonus von 1000 Euro und auch die Zulagen, wie etwa die Pflegezulage, werden an den TVöD angepasst.

„Wir freuen uns über die Einigung, die einen Tariffrieden mit einer langen Laufzeit sicherstellt“, so MZG-Geschäftsführer Achim Schäfer. „Die vereinbarten Erhöhungen stellen eine spürbare Belastung für das MZG dar, die eine Herausforderung in ohnehin nicht einfachen Zeiten bedeutet. Uns war es allerdings sehr wichtig, die tarifliche Auseinandersetzung auch im Sinne der Beschäftigten mit einer langfristigen Perspektive zu beenden“, betont Schäfer. „Unser besonderer Dank gilt dem Arbeitgeberverband, der die Verhandlungen und auch die Gespräche mit der Landesschlichterin in unserem Auftrag geführt hat.“

Ein Kommentar von Uwe Hellberg

„Leider konnten wir unsere zentrale Forderung nach dem TVöD für alle Beschäftigten nicht durchsetzen“, bedauert Walburga Erichsmeier, Verdi-Verhandlungsführerin. „Durch den Schlichtungsvorschlag der Landesschlichterin gleichen sich die Löhne und Gehälter der Beschäftigten beim MZG kontinuierlich an den aktuellen TVöD an, besonders die Jahressonderzahlung und die Übernahme der Tabellenentwicklungen sind wichtige Schritte auf dem Weg zum TVöD,“ erklärt Erichs­meier. „Unsere Mitglieder haben dem Schlichtungsvorschlag mit großer Mehrheit ebenfalls zugestimmt.“

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