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An Kitas in Bad Lippspringe wird zu schnell gefahren – Verkehrsplaner stellt Konzept vor

Eltern-Taxis steigern Problem

Bad Lippspringe

Das Unternehmen DTV-Verkehrsconsult aus Aachen hat der Bad Lippspringer Lokalpolitik erste Empfehlungen für ein Integriertes Verkehrskonzept gegeben. Ein Problem hinsichtlich ausreichend Parkraum sehen die Verkehrsplaner nicht, bei der Schulwegsicherung gebe es aber Handlungsbedarf.

Von Uwe Hellberg

Schülerinnen mit Fahrrädern auf einem Gehweg, auf dem ein sogenanntes Elterntaxi steht (Symbolbild). Foto: Swen Pförtner/dpa

Dies gilt offensichtlich auch auf dem Weg zu mehreren Kindertagesstätten in der Stadt. Geschwindigkeitsmessungen haben laut Verwaltung ergeben, dass vielerorts zu schnell gefahren wird.

Das Aachener Unternehmen DTV war von der Stadt damit beauftragt worden, ein Integriertes Verkehrskonzept und ein Konzept zur Schulwegsicherung an der Concordiaschule zu entwickeln. Verkehrsplaner Emanuel von Heel informierte nun die Mitglieder im Ausschuss für Bauen, Planen und Verkehr über Erkenntnisse. „Wir haben im vergangenen Oktober Verkehrszählungen durchgeführt und Erhebungen zur Parkraumsituation gemacht“, so von Heel. Anhand von erhobenen Handydaten seien auch Bewegungen innerhalb der Stadt abgeleitet worden. Der Eigentümer eines Fahrradladens sei befragt worden, um Problemstellen für Radler zu erfahren. Beim Nahverkehrsverbund fragten die Planer zudem Liniendaten ab.

„Bis zum Frühjahr 2022 werden die Auswertungen vorliegen, dann wird ein Modell erstellt“, so von Heel. Fürs Verkehrskonzept seien aber auch weitere Gespräche mit der Stadt und eine Bürgerbeteiligung notwendig. Auch die Pläne für das City Outlet gelte es einzubinden. Der Planer: „Vorerst nur soviel: Ein Parkproblem haben wir in Bad Lippspringe nicht erkennen können.“

Beim Thema sicherer Schulweg sprach von Heel von einem Teufelskreis. „Der Platz für Kinder wird immer mehr eingeschränkt. Hierzu tragen auch die Eltern-Taxis bei.“ Einerseits bringen Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, damit diese sicher dort ankommen, andererseits verengen sie damit den Verkehrsraum selbst weiter. Im Blick auf die Concordiaschule sagte von Heel, Unfälle seien dort nicht registriert worden. Es gebe eine Fülle von möglichen Maßnahmen für mehr Sicherheit. Eltern zu sensibilisieren, den Walking Bus zu erneuern und den Verkehr dort zu überwachen seien schnell umsetzbar, mit wenig Aufwand und geringen Kosten.

David Tyler vom Ordnungsamt berichtete im Ausschuss von Tempomessungen an Altenheimen, Schulen und Kitas. Zu schnell gefahren wurde an den Kitas Detmolder Straße, St. Josef, St. Marien, St. Martin und MZG Kinderland sowie an der Concordiaschule und in der Waldstraße. Als erste Maßnahme, so Tyler, setze die Stadt derzeit bereits auf sogenannte Schweller an den Kitas

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