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Kreis Paderborn: Übertragung auf Menschen möglich

Hasenpest in Bad Lippspringe: Kontakt mit Wildtieren meiden

Bad Lippspringe

Bei einem in Bad Lippspringe tot aufgefundenen Feldhasen ist die sogenannte Hasenpest (Tularämie) festgestellt worden. Das teilt der Kreis Paderborn mit. Die Erkrankung kann bei zahlreichen Tierarten vorkommen, tritt aber überwiegend bei wildlebenden Hasen und Wildkaninchen auf.

Ein Feldhase (Symbolbild). Foto: dpa/Archiv

Infizierte Tiere verenden meist innerhalb weniger Tage. Auffälligste Krankheitszeichen sind Schwäche, Mattigkeit, Abmagerung, verändertes Verhalten wie zum Beispiel das Ausbleiben des Fluchtreflexes.

Der Kreis Paderborn weist darauf hin, dass die Hasenpest vom Tier auf den Menschen übertragen werden und dann auch lebensbedrohlich verlaufen kann. Die Übertragung erfolgt durch den Kontakt der Haut und Schleimhaut mit infektiösem Tiermaterial, über den Verzehr von nicht ausreichend erhitztem Hasenfleisch sowie durch das Einatmen von Staub oder Tröpfchen. „Kranke, auffällige oder tote Wildtiere, insbesondere Hasen, sollten daher auf keinen Fall berührt werden“, warnt Kreisveterinärin Dr. Elisabeth Altfeld. Der Erreger ist sehr widerstandsfähig, bereits wenige Keime können zu einer Infektion führen.

Die Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung) liegt bei einem bis 14 Tagen. In der Regel bewegt sie sich bei drei bis fünf Tagen. Grundsymptome sind zum Beispiel Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Unwohlsein oder Muskelschmerzen. Zusätzlich können auch Geschwüre und Lymphknotenschwellungen auftreten.

„Die Erkrankung kann gut mit Antibiotika behandelt werden, wenn sie rechtzeitig erkannt wird“, erläutert Dr. Constanze Kuhnert, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes. Besonders gefährdet sind Jäger, die deshalb Handschuhe und Mundschutz tragen sollten, weil durch die ungeschützte Berührung oder den Staub im Tierfell eine Ansteckung möglich ist.

Der Kreis Paderborn weist darauf hin, dass Bürger den Revierinhaber verständigen sollten, sollten sie ein verdächtiges Tier entdecken. Eine Untersuchung kann über das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen veranlasst werden.

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