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Bad Lippspringer Bürgerschützen bessern das Holzständerwerk ihres historischen Schützenhauses aus

Kampf gegen den Zahn der Zeit

Bad Lippspringe

Seit Jahren macht das Holzständerwerk des historischen Schützenhauses den Bad Lippspringer Bürgerschützen Sorgen, jetzt ist eine Lösung in Sicht. Das Gebäude kann nicht nur saniert werden, die Kosten für die erste Baumaßnahme sind auch noch niedriger als erwartet.

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Das 1912 erbaute Schützenhaus an der Detmolder Straße ist die Heimat der 1200 Bad Lippspringer Bürgerschützen. Foto: BSV

Verkauf und Neubau oder doch eine grundlegende Renovierung des Schützenhauses? Seit vielen Jahren wird das Thema beim mit mehr als 1200 Mitgliedern größten unter den knapp 70 Vereinen der Landesgartenschaustadt heiß diskutiert. Da alle Umzugspläne in der Vergangenheit aus den verschiedensten Gründen am Ende doch aufgegeben werden mussten, wird jetzt mit der Erhaltung der 1912 erbauten Heimat der Schützen begonnen. „Wir haben die vergangenen Monate ohne Veranstaltungen genutzt, um unser Haus noch einmal gründlich zu untersuchen. Dabei haben wir Fundamente entdeckt, die es möglich machen, den Bestand des Gebäudes auch für die kommenden Jahre zu erhalten“, sagt Oberst Josef Thöne.

Nach einer Sitzung des Geschäftsführenden Vorstandes um Oberst Thöne und den Hauptleuten der drei Kompanien wurden daher erste Maßnahmen zur Sicherung beschlossen. So wird in den kommenden Wochen das Holzständerwerk angehoben, um verfaulte Balken komplett auszuwechseln oder schadhafte Stellen auszubessern. Dafür muss zum Jahreswechsel in ehrenamtlicher Arbeit zunächst ein Teil der Tanzfläche geöffnet werden. Die eigentliche Ausführung wird direkt im Anschluss der Schützenbruder Meinolf Peters (Zimmerermeister) übernehmen. Thomas Quanz wird als Statiker die Arbeit begleiten.

Gleichzeitig wird diese Phase genutzt, um zusätzliche Leerrohre zu verlegen. Damit soll die ebenso notwendige Erneuerung der Stromverteilung vorbereitet werden. „Die voraussichtlichen Kosten liegen in einem überschaubaren Rahmen, deshalb können wir diese Maßnahmen jetzt auch sehr kurzfristig in Angriff nehmen“, sagt Thöne und spielt damit auf noch folgende notwendige Schritte an. Die Toilettenanlagen müssen dringend renoviert werden, ebenso steht in ferner Zukunft die Erneuerung der Beleuchtung im Schützenhaus auf der Agenda.

„Wir machen zunächst aber nur das absolut Notwendige, die kommenden Tätigkeiten müssen dann im Verlauf einer Gesamtvorstandssitzung vorgestellt, diskutiert und am Ende im Idealfall auch beschlossen werden“, betont Thöne.

Wann das soweit sein kann, ist noch ungewiss. Zur Erinnerung: Im Coronajahr 2020 konnte der Bürgerschützenverein noch nicht einmal eine Generalversammlung abhalten.

Ein kleines Stück am Rand der Tanzfläche wurde bereits geöffnet, Oberst Josef Thöne hat hier die mehr als 100 Jahre alten Fundamente des historischen Schützenhauses im Blick. Foto: BSV
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