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Ende des Jagdjahres stand in Bad Lippspringe ganz unter dem Stern von Naturschutz und Biotoppflege

Müll sammeln am Silvester der Jäger

Bad Lippspringe

Das Jagdjahr richtet sich nach der Natur und beginnt nicht etwa am 1. Januar, sondern am 1. April. Wenn die Tier- und Pflanzenwelt neu erwacht, haben die 180 Jägerinnen und Jäger aus Bad Lippspringe daher ihren persönlichen Silvestertag – Silvester der Jäger.

Die Jägerinnen und Jäger aus Bad Lippspringe haben in der Natur Müll gesammelt.

Dieses Jahr stand das Ende des Jagdjahres ganz unter dem Stern von Naturschutz und Biotoppflege. Am frühen Morgen starteten mehr als 30 Helfer mit Anhängern und Müllsäcken in die Bad Lippspringer und Marienloher Natur. Bis zum Mittag kamen rund zehn Kubikmeter alte Möbel, Teppiche, Fässer und Unrat zusammen. Abgeliefert wurden die Anhängerladungen beim Bauhof. Die Stadt Bad Lippspringe hat die Aktion unterstützt. Besonders beklagte Hegeringsleiter Wolfgang Klare, dass zunehmend Corona-Masken in der Natur herumflögen. Das Material sei hartnäckig und zersetze sich nur langsam. Wenig Verständnis äußerte der Jägervorsitzende auch darüber, dass Menschen ihren Müll ins Auto packten und nachts heimlich ablüden, obwohl sie denselben Müll kostenfrei bei den Wertstoffhöfen abliefern könnten. „Wieso dann illegal in die Natur bringen, wenn das Gerümpel eh schon im Auto ist“, fragte sich der Vorsitzende.

Von Mittag an wurde dann ganz anders gesammelt. Die Hegeringmitglieder trugen kiloweise Buntmetall zusammen. „Aus dem Jagdjahr haben die Jägerinnen und Jäger zahlreiche leere Messinghülsen“, erklärt Ludwig Wischer, Obmann für praktisches Schießen. „Diese Hülsen sind bei den derzeitigen Metallpreisen wertvoll und bei der Jagd kommt einiges zusammen. Neben der Jagd fallen die meisten Hülsen beim Übungsschießen an. Auf ein erlegtes Stück Wild kommen wenigstens zehn Übungspatronen“, so der Obmann.

Aufgewertet wurde die Messingsammlung mit altem Kupfer, Blei, Alu und Edelstahl aus den Jägerhaushalten. „Das gesammelte Altmetall soll verkauft werden“, erläuterte Hans Reuter, stellvertretender Vorsitzende der Jägerschaft, „anschließend werden wir den Erlös für eine guten Zweck innerhalb der Stadt verwenden.“

Nach der Sammlung sorgte der Brauchtumsobmann Markus Böhner mit Bratwürstchen und Getränken für eine gute Verpflegung. Auch seitens des Landesjagdverbandes wurde der Biotoptag mit zahlreichen Sachpreisen gefördert. Der Schatzmeister, Dr. Wolfgang Zündorf, freute sich, allen Teilnehmern des Biotoptages die gesponserten Preise einer Tombola überreichen zu können. Eine Wiederholung dieses Biotoptages stellten die Jägerinnen und Jäger in Aussicht.

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