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Wirtschaft und Politik suchen nachhaltige Lösungen für On-Demand-Verkehr 

Zweiter Mobilitätskongress in Bad Lippspringe 

Bad Lippspringe

Wie kann ein nachhaltiger und kosteneffizienter On-Demand-Verkehr in Bad Lippspringe ausgelegt sein? Mit dieser zentralen Fragestellung beschäftigte sich der zweite Mobilitätskongress unter Leitung von Bürgermeister Ulrich Lange. Im Beisein von Vertretern des Ministeriums für Verkehr und des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, des heimischen Landtagsabgeordneten Bernhard Hoppe-Biermeyer und Repräsentanten heimischer Unternehmen diskutierten die Teilnehmer praxisorientierte Lösungsansätze.

Vertreter des Landes, Politiker und Unternehmer tauschten sich beim Mobilitätskongress aus. Foto: Stadt Bad Lippspringe

Durch die positive Entwicklung der Gartenschau und der Kliniken im Medizinischen Zentrum für Gesundheit (MZG) gibt es im innerstädtischen Verkehr von Bad Lippspringe neue Herausforderungen. Auch mit Blick auf die mögliche Realisierung eines City-Outlets sind daher weitsichtige Lösungen gefragt. Die zentralen Fragen stellte Dr. Christoph Weskamp vom Software Innovation Campus Paderborn in seinem einleitenden Vortrag: Welche Mobilitätsdienstleistungen soll es geben? Wie sollen diese Services miteinander vernetzt werden? Und wie lässt sich das neue System finanzieren?

Der Projektplan für die zukünftige Mobilität in Bad Lippspringe soll als Blaupause für vergleichbare Regionen in Deutschland dienen. „Im ersten Schritt wollen wir gemeinsam ein intelligentes, digitales Planungswerkzeug entwickeln, das es in dieser Form noch nicht gibt. Deshalb streben wir eine finanzielle Förderung vom Land an“, machte Bürgermeister Ulrich Lange deutlich. Auf der Basis von Datenanalysen zum Ist-Zustand sollen Handlungsempfehlungen zum Ausbau und Betrieb eines Reallabors für Mobilitätslösungen entstehen.

Das digitale Werkzeug soll über Simulationen mögliche Optimierungen aufzeigen, aus denen sich Handlungsempfehlungen für nachhaltige Mobilitätslösungen ergeben. Diese Handlungsempfehlungen berücksichtigen eine Bewertung im Hinblick auf Kosten (Betrieb, Investitionen), Nachhaltigkeit (unter anderem Emissionen) und Akzeptanz (beispielsweise Fahrzeiten, Umstiegs- und Wartezeiten). Nach erfolgter Datenermittlung sollen die Simulationen bereits im Jahr 2023 erfolgen. 2024 sollen dann ausgewählte Anwendungsfälle vor Ort in Bad Lippspringe erprobt werden.

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