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MZG Bad Lippspringe startet in der Teutoburger-Wald-Klinik ein spezielles Reha-Programm

Neue Kraft für pflegende Angehörige

Bad Lippspringe

Ein spezielles Reha-Programm für pflegende Angehörige hat das Medizinische Zentrum für Gesundheit (MZG) in Bad Lippspringe entwickelt. Unter Leitung von Chefarzt Dr. Alexander Strassburg können Menschen, die zu Hause eine pflegebedürftige Person betreuen, im Rahmen einer stationären Rehabilitation in der Teutoburger-Wald-Klinik neue Kraft tanken.

Mit einem speziellen Reha-Programm sollen pflegende Angehörige in Bad Lippspringe zu neuer Kraft und Lebensqualität gelangen. Foto: Besim Mazhiqi

Entlastung, Erholung und Beratung – auf diesen drei Säulen basiert das Reha-Programm für pflegende Angehörige. „Viele Menschen, die einen lieben Menschen zu Hause betreuen, reiben sich Tag und Nacht auf. Daraus resultieren häufig Erschöpfung, Überforderung, Schlafstörungen, orthopädische Beschwerden und andere Schmerzen. Im Rahmen unserer Rehabilitation erarbeiten wir gemeinsam mit ihnen wertvolle Methoden, mit denen sie ihren Lebensalltag besser gestalten können“, erläutert Dr. Alexander Strassburg.

Zu Beginn des Aufenthalts erfolgt eine ganzheitliche Untersuchung, die zur individuellen Festlegung der Therapie führt. Zu den Hauptzielen der Reha gehören: körperliche und psychische Stabilisierung, Erhalt der Leistungsfähigkeit, Reduktion von Schmerzen, Erlernen von Pflegetechniken und die Steigerung der Lebensqualität. Das Spektrum der möglichen Maßnahmen umfasst Massagen, Physio- und Ergotherapie, medizinische Bäder, Muskelaufbau-Training, Nordic-Walking, Entspannungsverfahren und eine psychologische Betreuung.

In Ergänzung dazu bietet die Teutoburger-Wald-Klinik Gesprächskreise für den Erfahrungsaustausch, die ein wichtiger Erfolgsfaktor der Reha-Maßnahmen sind. Hinzu kommen aktive Einzelpflege-Trainings sowie Pflegekurse und Pflegeberatung. Chefarzt Strassburg betont: „Pflegende Angehörige haben Anspruch auf eine stationäre Rehabilitation. Unsere Erfahrung mit unseren ambulanten Angeboten zeigt, dass in diesem Bereich großer Bedarf besteht. Durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Herausforderungen hat sich die Situation vieler pflegender Angehöriger weiter zugespitzt.“

Das laut MZG in der Region einzigartige Reha-Programm kann über die Hausärzte beantragt werden, die Kosten werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen.

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