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Kampf gegen Algen – Heimatverein prüft nächtliche Beleuchtung

Odins Auge sieht wieder klar

Bad Lippspringe (WB/jhan). Die Stadt und der Heimatverein Bad Lippspringe legen großen Wert auf die Pflege ihres namengebenden Wahrzeichens: Beim Frühjahrsputz im Quellbecken der Lippe vor der Burgruine sind nun Algen und Ablagerungen entfernt worden.

Das Algenwachstum in der Quelle ist vor der Reinigungsaktion unübersehbar. Mit Laubharke und Taucheranzug reinigt Anton Knaub von der Tauchschule Flipper das Quellbecken im Schatten der Burgruine. Foto: Jörn Hannemann

Putzen ist eine eher lästige Angelegenheit. Im Lippe-Quellteich, einem Rest des ehemaligen Burggrabens, scheinen Vertreter von Heimatverein und Stadt jedoch viel Freude am Reinemachen zu haben. Und das, obwohl dort 500 Quadratmeter Fläche nur darauf warten, von vielen Algen und Ablagerungen befreit zu werden. Das Algenwachstum ist unübersehbar: »Schuld ist daran das nährstoffreiche Wasser. Da vermehren sie sich schnell. Höchste Zeit also, etwas zu tun«, betont Bürgermeister Andreas Bee und bedankt sich bei allen ehrenamtlichen Helfern.

Zusammen mit Mitarbeitern des Bauhofs öffnet er persönlich das Stauwehr, damit das Wasser besser abfließen kann. Währenddessen steigen Anton Knaub und Michael Sander von der Tauchschule Flipper in Taucheranzügen und mit Laubharken ins Nass und befreien Odins Auge von den Algenmassen.

Einmal gelöst treiben die Algen anschließend auf der Wasseroberfläche die Lippe hinunter dem Rhein entgegen. Vorsorglich hatte der Heimatverein laut Vorsitzendem Willi Hennemeyer den Forellenzuchtbetrieb Müller, die Mühle in Marienloh und den Angelverein von der Aktion in Kenntnis gesetzt.

Neben den Algen gab es auch einige kuriose Fundstücke im Becken: ein Eimer voll Beton, der alte Deckel einer Kaffeedose und achtlos weggeworfene Flaschen zählten unter anderem zu den Überraschungen beim Saubermachen im Lippewasser.

»Die Aktion ist sogar eine Bürgerpflicht. Paul von Fürstenberg verpflichtete im Jahr 1550 die Einwohner der Stadt Lippspringe, die Burg und den Quellteich einmal im Jahr zu reinigen«, weiß der Vorsitzende des Heimatvereins, Willi Hennemeyer.

Der Verein will jedoch mehr tun, um den Arminiusbereich noch attraktiver zu machen. Unter anderem prüft er eine Beleuchtung von Odins Auge, »um die Lippequelle weiter aufzuwerten«, so Hennemeyer. Finanzmittel wären vorhanden, Sponsoren mit an Bord. Derzeit prüfe die Obere Wasserbehörde in Detmold, ob eine Beleuchtung über oder unter Wasser genehmigt werden kann, sind die Planungen auf gutem Weg.

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