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Kolpingsfamilie Bad Lippspringe beteiligt sich an Sammelaktion „Mein Schuh tut gut“

Rekord! 1319 Paar füllen 47 Kartons

Bad Lippspringe

Klaus Tintelott von der Kolpingsfamilie Bad Lippspringe spricht von einem „großartigen Erfolg“. Und dieser lässt sich auch mit Zahlen belegen: 1319 Paar Schuhe sind bei der Sammelaktion „Mein Schuh tut gut“ in Bad Lippspringe zusammen gekommen. Der Verkaufserlös soll der weltweit tätigen Kolping-Stiftung zugute kommen.

Klaus Karenfeld

Haben die 47 Großkartons mit den 1319 Paar Schuhen auf den Weg gebracht (von links): Heike Bröckling, Teamleiterin am Zustellstützpunkt der Deutschen Post in Bad Lippspringe, sowie Klaus Tintelott und Hans-Friedrich Ludmann von der Bad Lippspringer Kolpingsfamilie. Foto: Klaus Karenfeld

Insgesamt 1000 Kolpingsfamilien beteiligen sich mittlerweile an der vom katholischen Hilfswerk Missio ins Leben gerufenen Aktion „Mein Schuh tut gut“. Seit drei Jahren stellt sich auch die Kolpingsfamilie Bad Lippspringe in den Dienst der guten Sache.

„Unser Aufruf an die Bürgerinnen und Bürger, gut erhaltene Schuhe zu spenden, ist von Anfang an auf eine breite Resonanz gestoßen“, erinnert sich Klaus Tintelott. Und tatsächlich kann sich das bisherige Ergebnis sehen lassen. Tintelott zufolge gingen bei der ersten Aktion knapp 500 Paar Schuhe bei der örtlichen Kolpingsfamilie ein, ein Jahr später waren es bereits 700.

„Doch dieses Mal wurden unsere Erwartungen weit übertroffen“, weiß sein Mitstreiter Hans-Friedrich Ludmann zu berichten. 1319 Paar Schuhe hat das örtliche Organisationsteam erhalten, versandfertig gemacht und in 47 Kartons verschickt.

Die breite Auswahl an Sandaletten, Wander-, Winter- oder Kinderschuhen wird in einem nächsten Schritt von einem zertifizierten Recycling-Betrieb sortiert. Nur ein kleiner Teil der Ware, etwa zehn Prozent, ist derart schadhaft, dass ein Weiterverkauf ausgeschlossen ist, diese „Fundstücke“ werden nach Auskunft der Organisatoren ausnahmslos geschreddert.

Der Großteil der Schuhe befindet sich in der Regel aber in einem noch guten bis sehr guten Zustand. „Das kann ich für Bad Lippspringe ausdrücklich bestätigen“, betont Tintelott. „Wir haben sogar fast nagelneue Schuhe im Original-Karton erhalten. Die meisten anderen wiesen leichte bis mittlere Gebrauchsspuren auf.“

Dass die Sammelaktion 2020 eine so große Resonanz bei den Badestädtern gefunden hat, führt Ludmann auch auf die Besonderheiten des vergangenen Jahres zurück: „Im Corona-Jahr 2020, mit seinen zahlreichen Einschränkungen, hatten viele Menschen auch reichlich Zeit, Keller und Dachboden aufzuräumen und alte Kleidungsstücke auszusortieren.“ Klaus Tintelott sieht das ähnlich und ergänzt: „Wir haben vor Ort nur einen festen Abgabetermin für die Schuhe angeboten. Und das war der 19. Dezember. Viele Menschen haben sich den Termin im Vorfeld notiert und sind aktiv geworden. Je länger eine Abgabefrist ist, um so größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie am Ende einfach vergessen wird.“

Die gut erhaltenen Schuhe werden von Zwischenhändlern, zum Beispiel aus Kenia, aufgekauft und als Gebrauchtwaren auf den Markt gebracht. Eine Konkurrenz zu heimischen Produzenten entsteht dadurch nach Aussage des Hilfswerks nicht. Versuche, in einigen Ländern Afrikas eine eigene Textil- oder Schuhproduktion auf die Beine zu stellen, sind ihm zufolge immer wieder gescheitert.

Übrigens: Der Erlös aus dem Verkauf der 1319 Paar Schuhe kommt der Internationalen Adolph-Kolping-Stiftung zugute, die damit neben Bildungs- und Entwicklungshilfeprojekten auch den Jugendaustausch weltweit fördert.

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