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Rektoren äußern sich zu den Flüchtlingszahlen

So viele ukrainische Schüler gibt es in Bad Lippspringe

Bad Lippspringe

Der Zuzug von Flüchtlingen aus der Ukraine nach Deutschland macht sich auch an den Schulen in Bad Lippspringe deutlich bemerkbar. Die drei Rektoren äußerten sich im Schulausschuss zur aktuellen Situation.

Die Concordia-Grundschule in Bad Lippspringe. Foto: Sonja Möller

Vor genau einem halben Jahr hat der russische Angriffskrieg auf die Ukraine begonnen. Millionen Menschen, darunter vor allem Familien, Frauen und Kinder, haben seitdem im europäischen Ausland Schutz gesucht. Die Zahl der hier in Bad Lippspringe lebenden Kinder aus der Ukraine gibt die Stadt mit 92 an.

Aktuell besuchen insgesamt 373 Jungen und Mädchen die evangelische Grundschule in Bad Lippspringe. Gleichzeitig wurden zwei internationale Klassen gebildet, in denen seit Beginn des neuen Schuljahres 35 Kinder aus der Ukraine und sechs weitere aus dem osteuropäischen Ausland unterrichtet werden. Die beiden Klassen sind von der Zahl her komplett ausgelastet.

Zwei Kinder werden deshalb an der Concordia-Grundschule unterrichtet. „Anfangs waren es drei“, erläuterte Konrektor David Busemann im Ausschuss. Ein Kind sei aber inzwischen an eine besondere Förderschule außerhalb von Bad Lippspringe gewechselt.

Noch ist die örtliche Gesamtschule eine fünfzügige Bildungseinrichtung. Das wird sich aber im Laufe der kommenden Jahre aufgrund weiter steigender Schülerzahlen ändern. Spätestens zum Schuljahr 2026/27 dürfte die Gesamtschule sechszügig sein.

Laut Rektorin Roswitha Hillebrand besuchen zurzeit 55 Kinder die Sprachförderklassen. Allein 37 stammen ursprünglich aus der Ukraine. Nur wer über die notwendigen deutschen Sprachkenntnisse verfügt, kann später am Regelunterricht teilnehmen.

Und hierin sieht Hillebrand ein mögliches Problem für die Zukunft: „Unsere Klassen sind in der Regel bereits jetzt komplett ausgelastet. In einigen Monaten wird sich zeigen, ob ein Bedarf an zusätzlichen Klassen besteht. Und das wiederum ist unter anderem davon abhängig, wie sich die Situation in der Ukraine weiter entwickelt. Momentan befinden wir uns hier noch im Bereich der Spekulation“, so Hillebrand. Gleichzeitig bescheinigte sie den Neuankömmlingen, „mit viel Fleiß bei der Sache zu sein und unbedingt die deutsche Sprache erlernen zu wollen“.

Die evangelische Grundschule hat übrigens mit Blick auf die steigenden Flüchtlingszahlen unter den Schülern eine zusätzliche Lehrkraft (14-Stunden-Stelle) beantragt.

Laut Bericht der Rektoren wird das Angebot der Offenen Ganztagsschule in Bad Lippspringe gut angenommen. An der evangelischen Grundschule machen demzufolge 150 Kinder davon Gebrauch, 30 sind in Übermittagsbetreuung. An der Concordia-Grundschule besuchen derzeit 133 Kinder die offene Ganztagsschule, 56 nehmen das Angebot „Betreute Schule“ wahr.

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