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MZG-Geschäftsführung fordert Verdi zu Tarifverhandlungen auf

Streit geht weiter

Paderborn/Bad Lippspringe (WB/mai). Die Geschäftsführung des Medizinischen Zentrums für Gesundheit (MZG) in Bad Lippspringe fordert die Gewerkschaft Verdi mit Unterstützung des Aufsichtsrates auf, unverzüglich in Tarifverhandlungen einzusteigen. Verdi hat am Donnerstag hingegen noch einmal bekräftigt, den bestehenden Haustarifvertrag nicht kündigen zu wollen .

Vertrackte Situation am MZG Bad Lippspringe: Die Geschäftsführung würde den 110 Mitarbeitern gerne mehr zahlen, aber die Gewerkschaft Verdi will den bestehenden Haustarifvertrag nicht kündigen und neu verhandeln. Foto: Jörn Hannemann

»Wir wollen unseren Mitarbeitern wie angekündigt weitere Gehaltserhöhungen zukommen lassen, um schrittweise eine Anpassung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) zu erzielen. Leider ist Verdi offenbar nicht bereit oder in der Lage zu entsprechenden Verhandlungen«, teilt MZG-Geschäftsführer Achim Schäfer mit. Die zuständige Gewerkschaftssekretärin Walburga Erichsmeier hält auf einem Flugblatt an die Mitarbeiter dagegen: »Im ungekündigten Zustand können und wollen wir schon seit längerer Zeit den Tarifvertrag verhandeln.«

Von diesem Angebot habe die Geschäftsführung bisher aber keinen Gebrauch gemacht. Das klare Ziel sei dabei der vollständige TVöD für alle Beschäftigten. Von einer Kündigung sehe die Gewerkschaft aber ab, um die für den organisierten Teil der Belegschaft geltenden Rechte aus dem Haustarifvertrag dauerhaft zu schützen. Zudem wirbt Verdi massiv für mehr Mitglieder am MZG.

»Wir sind schon ein wenig ratlos, da Verdi nicht an den Verhandlungstisch kommt«, sagt hingegen Achim Schäfer. »Aktuell sind uns die Hände gebunden, obwohl wir weitere Gehaltserhöhungen im Wirtschaftsplan 2019 und die Folgejahre vorgesehen haben.«

In den vergangenen Jahren hatte die MZG-Geschäftsführung nach eigenen Angaben bereits »überproportionale Erhöhungen« vorgenommen, um entsprechend der wirtschaftlichen Entwicklung der städtischen Kliniken eine sukzessive Anpassung an den TVöD zu erzielen. »Das haben wir auch weiterhin vor. Deshalb fordern wir Verdi dringend auf, ihrer Verantwortung für die Mitarbeiter und das Unternehmen gerecht zu werden«, sagt Schäfer.

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