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400 Zuschauer feiern Show Celtic Rhythms im Bad Lippspringer Kongresshaus

Tänzerische Reise auf die »Grüne Insel«

Bad Lippspringe (WB). Die Füße der Tänzer klackern über die Bühne im Kongresshaus und erzeugen den typisch irischen Sound. Die Tänzerinnen in ihren bunten Kleidern nehmen den Rhythmus auf und bewegen sich federleicht. Dazu gibt es irische Live-Musik. Und am Ende jede Menge Beifall von 400 Zuschauern.

Sonja Möller

Andrew Vickers hat die Show »Celtic Rhythms direct from Ireland« entwickelt. Der Choreograf ist der Motor des Ensembles. Das Foto zeigt ihn in Aktion mit einer Tänzerin. 400 Zuschauer haben Spaß im Bad Lippspringer Kongresshaus. Foto: Sonja Möller

Mit tiefer, melodischer Stimme eröffnet Sean O’Delaigh die Show »Celtic Rhythms direct from Ireland«. Dazu lassen die Musiker – die allesamt an der Universität Limerick irische Musik studiert haben – die typisch sphärischen Klänge der »Grünen Insel« erklingen. Mit seiner Bühnenpräsens und der typisch nuschelnden Aussprache nimmt O’Delaigh die Zuhörer direkt mit.

Band und Zuschauer nehmen Fahrt auf

Plötzlich wechseln die Musiker den Rhythmus, und eine Frau und ein Mann tanzen sich an. Ein Flirt mit Tanzschuhen sozusagen. Zwei weitere Paare kommen dazu, die Band nimmt Fahrt auf und die Zuschauer gleich mit: Die klatschen schon jetzt frenetisch mit. Danach brandet der erste Applaus des Abends auf. Viele weitere folgen.

Mehrfach wechseln sich die steppenden Tänzer mit Instrumentalparts und dem Gesang von Sean O’Delaigh ab. Dabei nehmen sie die Gäste auf eine Reise mit, die die Facetten der irischen Musik zeigt.

Die Darsteller verstehen es, die Übergänge so zu gestalten, dass die Stimmung nicht abreißt. Es ist, als tauche man für zwei Stunden in einen Abend in Irland ein. Während der Sänger zum Beispiel ein bekanntes irisches Lied intoniert, schunkeln die Tänzerinnen in goldenen Röcken am Rand der Bühne.

Tanz mit Besenstielen

Plötzlich wechselt die Atmosphäre. Drei Männer mit Besen fegen die Bühne und die Frauen eilen auseinander. Es folgt der »Brush Dance«, eine traditionelle Tanzform, die ihren Ursprung in der Region Connemara hat. Die Tänzer nutzen die Besenstiele, um Rhythmus zu erzeugen, den sie mit Steppeinlagen verbinden. Ihre Körpersprache ist stolz, ihr Blick ins Publikum gerichtet.

Die Tanz-Crew legt Wert auf Authentizität. Ihr ist der Spaß anzusehen und nicht die Anstrengung, die die komplizierten Schrittfolgen und Sprünge sicherlich mit sich bringen.

Die Show »Celtic Rhythms direct from Ireland« hat Andrew Vickers entwickelt, dem der Rhythmus Irlands sozusagen im Blut liegt. Der Choreograf lebt mit seiner Familie zwar in den USA, hat aber irische Wurzeln. Und die zeigt er mit jedem Schritt. Vickers strotzt vor Stolz, Körperspannung und Charisma.

Tänzer legen nochmal zu

Er hat Spaß, mit dem Publikum kleine Klatsch-Choreografien einzustudieren, und holt sich sogar ein Küsschen von einer Zuschauerin ab. Vickers ist der Motor des Ensembles, und seine Tanz-Crew und die Musiker verstehen es, seine Vision zu transportieren.

Nach der Pause legen die Tänzer nochmal zu. Ohne Ermüdungserscheinungen scheinen ihre Beine zu fliegen, die Füße klacken, dazu drehen sich die Tänzerinnen und lassen sich herumwirbeln.

Die 400 Zuschauer haben sichtlich Spaß. Beim Schlussbild endet der Tanz mit einem synchronen Sprung auf den Bühnenrand. Danach geht der Blick herausfordernd ins Publikum, das sich mit viel Applaus und Zugabe-Rufen für einen schönen Abend bedankt.

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