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Ehemaliger stellvertretender Bürgermeister Bad Lippspringes

Trauer um Heinz Schmidt

Bad Lippspringe

Er war ein politisches Urgestein und bis ins hohe Alter ein sportliches Vorbild. Jetzt ist der Bad Lippspringer Heinz (Heinrich) Schmidt 92-jährig verstorben.

Von Klaus Karenfeld

Der ehemalige stellvertretende Bürgermeister von Bad Lippspringe, Heinz Schmidt , ist im Alter von 92 Jahren verstorben.

Aus Ehrungen hat sich der gelernte Feinmechaniker (später Technischer FAm) Zeit seines Lebens nur wenig gemacht. „Er war immer da, wenn man ihn brauchte“, lobte sein Namensvetter und frühere Bürgermeister Willi Schmidt den Verstorbenen 2005 in einer Laudatio. Und dabei hätte er allen Grund gehabt, auf sein ehrenamtliches Engagement stolz zu sein. Kein anderes Ratsmitglied hat dem Bad Lippspringer Stadtparlament so lange angehört wie Heinz Schmidt. Zusammengerechnet sind es immerhin 34 Jahre.

Ein Rückblick: Heinz Schmidt wurde am 4. Mai 1975 erstmals als Mitglied der SPD-Fraktion in den Badestädter Stadtrat gewählt. Im selben Jahr erhielt Bad Lippspringe mit seinen damals 11.000 Einwohnern die offizielle Anerkennung als staatliches Heilbad. Aber 1975 war nicht nur alles eitel Sonnenschein. Nicht wenige Kurheime und Pensionen am Ort sahen sich seinerzeit in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht.

Neben der Kommunalpolitik hatte es Heinz Schmidt besonders der heimische Sport angetan. Und so war es nicht verwunderlich, dass der engagierte Lokalpolitiker seit Beginn seiner Ratstätigkeit Mitglied im Ausschuss für Jugend und Sport war, und lange Zeit auch dessen erster beziehungsweise zweiter Vorsitzender. Zu Heinz Schmidts vielen Verdiensten zählt ebenso sein langjähriger Einsatz als stellvertretender Bürgermeister.

Die Liste seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten reicht aber noch weiter: Stolze 25 Jahre (1979 bis 2004) hatte Heinz Schmidt Sitz und Stimme im Paderborner Kreistag. Immerhin zehn Jahre (1982 bis 1992) stand der Verstorbene der Bad Lippspringer SPD-Fraktion vor.

Heinz Schmidt zeichnete sich durch ein umfangreiches Detailwissen aus. Jüngere Ratsmitglieder nutzten gerne seine langjährige Expertise. Das war beispielsweise immer der Fall, wenn es um die über Jahrzehnte kontrovers geführte Diskussion um eine innerörtliche Entlastungsstraße ging.

„Weit mehr als 3000 Stunden ehrenamtliche Arbeit hat er seiner Heimatstadt gewidmet“, rechnete der damalige Bürgermeister Willi Schmidt im Jahr 2005 vor. Dazu kommen noch seine Tätigkeiten für den TV Jahn, wo er von 1973 bis 1975 Vorsitzender der Turnabteilung und von 1975 bis 1979 erster Vorsitzender des Gesamtvereins war. Der Turnabteilung des TV Jahn blieb Heinz Schmidt bis ins hohe Alter als aktives Mitglied verbunden. In Anerkennung und Würdigung seiner Arbeit wurde ihm 1993 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

So wird der Verstorbene vielen Menschen in Bad Lippspringe nicht nur als politisches, sondern auch sportliches Vorbild in Erinnerung bleiben. Die Trauerfeier für Heinz Schmidt ist am 16. August auf dem Waldfriedhof.

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