Buch zur Geschichte der Fürstenberger Familien neu herausgegeben

Ahnenforschung für jedermann

Bad Wünnenberg

Mit der Herausgabe der zweiten Auflage „Die Familien der Gemeinde Fürstenberg von 1727 – 1876“ ist dem Förderkreis für Kultur, Geschichte und Natur im Sintfeld ein ganz besonderer Blick auf die Fürstenberger Ortsgeschichte gelungen. Der Band ist von sofort an erhältlich.

Brigitta Wieskotten

Der Förderkreis für Kultur, Geschichte und Natur im Sintfeld mit (von links) Maria Nübel, Antonius Monkos und Hermann Weitekamp Foto: Brigitta Wieskotten

Dieser Klassiker zur historischen Personen- und Familienforschung in Fürstenberg war bereits im vorigen Jahrhundert von dem Pädagogen Erhard Schulte herausgegeben worden. Grundlage seiner Forschungsarbeit waren die Kirchenbücher der Pfarrgemeinde St. Marien Fürstenberg. In dem Ortsfamilienbuch sind Vater, Mutter und deren Kinder gemeinsam verzeichnet. Die Familien sind alphabetisch aufgeführt, chronologisch geordnet und so miteinander verknüpft, dass für jede Familie ihre Herkunft hergestellt werden kann. Mithilfe der Namens- und Ortsregister kann der Leser tief in seine persönliche Geschichte eintauchen.

Die Kirchenbücher waren dem Autor 1966 noch vor Ort im Pfarrhaus zugänglich. Heute hingegen sind die Informationen aus Tauf-, Trau- und Sterbe­büchern digitalisiert und im Internet unter der Adresse https://data.matricula-online.eu/de/deutschland/paderborn/DE_EBAP_13006/ Seite für Seite einsehbar.

Als Lehrer der Realschule Fürstenberg hat Erhard Schulte 1964 mit dem „Ortssippenbuch“ des evangelischen Kirchspiels Büren seine Forschungsarbeiten begonnen. Er fand lediglich eine kleine praktische Hilfe bei einer älteren Dame, die mit der Schreibmaschine gut umzugehen wusste und so eine wichtige Unterstützung für seine Arbeit bedeutete. Zwei Jahre später gab Schulte das Werk „Die Familien der Gemeinde Fürstenberg 1727-1876“ heraus. Umdruck-Verfahren mit Matrize auf handbetriebener Walze war die damalige Technik. Schon in professionellem Druck veröffentliche er 1975 in den Beiträgen zur westfälischen Familienforschung „Das Bürgerbuch von Bad Lippspringe“. Schulte war dort Leiter der neu gebildeten Realschule. In den folgenden zwei Jahrzehnten schrieb der Autor weitere Familienbücher für Gemeinden in Ostfriesland.

Zu seinem Tod im Jahr 2001 wurde Erhard Schulte in einem Nachruf der Upstalsboom-Gesellschaft für historische Personenforschung und Bevölkerungsgeschichte in Ostfriesland Mentor der ostfriesischen Familienkunde genannt. Er sei ein Mensch gewesen, der „fleißig und hartnäckig in seiner Forschungsarbeit war und seine Begeisterung für die Familienkunde an viele Mitarbeiter und Freunde vermitteln konnte“.

Innerhalb der Vorstellung des Familienbuchs in der Gerichtsstube des Patri­monialgerichts zu Fürstenberg betonten die Mitglieder des Förderkreisvorstandes Maria Nübel, Hermann Weitekamp, Antonius Monkos und Klemens Henkel, dass oftmals auch in speziellen Fragen der Fürstenberger Vergangenheit die enge Zusammenarbeit mit der Historikerin Dr. Sarah Masiak dem Verein eine wichtige Hilfe war.

Schon das Vorwort führt den Leser in die bewegende Ortsgeschichte der Gemeinde Fürstenberg ein und liefert eine ausführliche und gut verständliche Anleitung zum Buch. Zusätzliche Skizzen und Landkarten unterstützen den Leser beim Studium dieses außergewöhn­lichen Werkes.

Auch die Marsberger ­Druckerei Boxberger gab während der intensiven Zusammenarbeit dem Fürstenberger Förderkreis vor dem Druck weitere wertvolle Hinweise, um das Verständnis noch zu verbessern.

Das Gesamtwerk kann im Textilhaus Wilfried Hillebrand in Fürstenberg an der Forstenburgstraße 9 nach telefonischer Vorbestellung unter der Rufnummer 02953/412 abgeholt werden.

Startseite