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Geschwindigkeitsmessung am Kindergarten beruhigt Bad Wünnenberger Eltern nicht

„Besondere Gefahrensituation“

Bad Wünnenberg (WB/han). Bad Wünnenberger Eltern haben jetzt der Einschätzung der Stadtverwaltung widersprochen, die Verkehrssituation an der Ortsdurchfahrt in Höhe des Kindergartens Schöne Aussicht sei nicht besorgniserregend.

Viele Eltern mit ihren Kinder müssen die vielbefahrene Bundesstraße 480 überqueren, um den Kindergarten Schöne Aussicht in der Bad Wünnenberger Oberstadt zu erreichen. Foto:

Wie berichtet (WV vom 13. Dezember) habe eine Geschwindigkeitsmessung ergeben, dass in dem Bereich nicht signifikant zu schnell gefahren werde. Generell gelte an Schulen und Kindergärten in der Regel ein Tempolimit von 30 und nicht 50 Stundenkilometern, weil dort eine besondere Gefahrensituation vorliege, schreiben dazu Eva Beyerstedt, Elenore Göckede und Verena Wecker in einer Stellungnahme.

Weil der Ausgang des Kindergartens in diesem Fall nicht direkt an der B480 liege, könne man laut Aussage des Ordnungsamts die Geschwindigkeit nicht begrenzen. „Das bedeutet aber nicht, dass 50 Stundenkilometer ok sind für die Überquerung von Kindern und nicht besorgniserregend“, so die drei Mütter, die nach eigenen Angaben bereits mehr als 100 Unterschriften gesammelt haben, um die Situation zu verbessern. Dass dort nicht zu schnell gefahren werde, widerspreche auch der Tatsache, dass an der Stelle häufig geblitzt und viele Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen würden.

Im September hätten die Eltern eine Zählung vorgenommen und während der Hol- und Bringzeit des Kindergartens 48 Fußgänger pro Stunde, davon viele Kinder, ermittelt. Eine erste verdeckte Geschwindigkeitsmessung sei direkt an der Ausfahrt Schöne Aussicht auf die Bundesstraße und nicht an der Überquerung erfolgt. Eine zweite Messung folgte nach Aufforderung der Eltern.

Die Eltern schlagen das Aufstellen eines großen Hinweisschildes vor. Dazu habe jedoch das Ordnungsamt mitgeteilt, Hinweistafeln der Stadt dürften nicht größer sein als einen Quadratmeter und nicht länger als zwei Monate am Stück aufgestellt werden. Sonst bedürfe es einer baurechtlichen Genehmigung. Außerdem dürfe es auch bei Sturm zu keiner Gefährdung kommen. Dazu verweisen die Eltern auf ein großes Werbeplakat des Unternehmens Deutsche Glasfaser, das direkt an der B480 aufgestellt worden ist.

Das bereits im Juli versprochene offene Dialogdisplay, das den Autofahrern ihr Tempo anzeigt, und für einen begrenzten Zeitraum angebracht werden dürfe, habe die Stadt noch nicht wie versprochen installiert, so die Eltern.

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