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Allgemein- und Viszeralchirurgie: Wolfgang Zwerenz folgt auf Dr. Michael Bucher

Chefarztwechsel im St.-Marien-Hospital in Marsberg

Marsberg

Am St.-Marien-Hospital ist Wolfgang Zwerenz seit dem 1. Januar Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie. Zuvor war er Oberarzt und Sektionsleiter minimal-invasive Chirurgie. Zwerenz tritt die Nachfolge von Dr. Michael Bucher an, der in dieser Funktion knapp 14 Jahre lang tätig war. Bucher verabschiedet sich in den Ruhestand.

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Dr. Michael Bucher (links) verabschiedet sich in den Ruhestand. Wolfgang Zwerenz ist neuer Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie. Foto: St.-Marien-Hospital

„Die interne Besetzung der Stelle steht für die Kontinuität der Abteilung“, sagt Siegfried Rörig, Kaufmännischer Direktor und Regionalleiter des St.-Marien-Hospitals. Die beiden Ärzte haben die vergangenen Wochen genutzt und eine detaillierte Übergabe vollzogen. „Wir danken Michael Bucher herzlich für sein außerordentliches Engagement. Ohne ihn hätte sich das Krankenhaus nicht in dieser Weise weiterentwickelt“, drückt Rörig seinen Dank im Namen des gesamten Direktoriums aus.

Nach Stationen in Straubing und Würzburg nahm Michael Bucher 1993 zunächst eine Stelle im Paderborner Brüderkrankenhaus an. „Meiner Frau gefiel Paderborn gut. Also zogen wir mit den beiden Kindern nach Paderborn-Dahl“, berichtet Bucher. Auch wenn der Sohn und die Tochter angesichts der wohnlichen Veränderung nicht jubilierten, lebten sich die damals acht- und zehnjährigen Kinder schnell ein in ihrer neuen Heimat.

Im Brüderkrankenhaus stürzte sich Bucher in die Arbeit und etablierte zusammen mit Kollegen die minimal-invasive Chirurgie. Gleiches machte er ab 2007 in Marsberg in der Funktion des Chefarztes. „Die familiäre Atmosphäre in Marsberg schätze ich sehr“, sagt der Chirurg, man kenne sich und wenn ein Mitarbeitender mal einen Durchhänger habe, würde er von den anderen Kollegen aufgefangen. „Dass man in einem Haus wie Marsberg vieles auf dem kleinen Dienstweg regeln kann, ist ein unglaublicher Vorteil“, sagt Bucher.

Trotzdem freut er sich auf den „kompletten Schnitt“, wie er seinen Abschied nennt. Fortan ist Dr. Michael Bucher nur noch Privatmann. Seit die Kinder erwachsen sind, unternimmt er mit seiner Frau spektakuläre Naturreisen. Das will das Ehepaar intensivieren. Viele Länder Afrikas, Asiens und Amerikas standen bereits auf den Reiserouten. Tier- und Naturfotografie gehört zu den Leidenschaften des Arztes. Die nächste Reise nach Tansania ist geplant. „Ich bin optimistisch, dass das 2021 klappen wird“, sagt Bucher.

Optimismus und Tatendrang gehören auch zu den Charaktereigenschaften von Wolfgang Zwerenz. „Ich trete in große Fußstapfen. Gut, dass ich mich schon mal warmlaufen konnte.“ Wolfgang Zwerenz ist seit sieben Jahren Oberarzt in Marsberg, wo er auch wohnt: „Ich mag die Marsberger Patienten. Sie sind ehrlich, offen und freundlich.“ Wie Bucher sieht er große Vorteile in der schnellen und interdisziplinären Kommunikation, er spricht von einem „herzlichen Miteinander“. Seine Schwerpunkte hat er am St. Marien-Hospital längst gesetzt.

Auf dem Gebiet der minimal-invasiven Chirurgie, der „Schlüsselloch-Operationen, sind es unter anderem Operationen wie Leistenbrüche, Blinddarmentzündungen, Gallenblasenentzündungen, Dickdarmoperationen und Operationen am Magen und Zwerchfell bei Sodbrennen . „Im Sinne unserer Patienten machen wir kleine Schnitte, wo immer es geht: Die Betroffenen sind schneller wieder mobil, die Belastung für den Körper ist deutlich geringer als beispielsweise bei großen Bauchschnitten“, betont Zwerenz.

Besonders liegt ihm die Kontaktpflege zu den niedergelassenen Ärzten im Kreis am Herzen. „Ich plane, mich persönlich vorzustellen“, sagt der Chefarzt in spe, denn der direkte Kontakt sei durch keine Mail und kein Telefonat zu ersetzen. „Sobald es die Situation zulässt, mache ich mich auf den Weg.“

Unterlagen, Fachbücher und Fachzeitschriften hat Wolfgang Zwerenz von Michael Bucher bereits entgegengenommen. Der Urlaubsplan der Abteilung für 2021 liegt auf dem Tisch. „Den stelle ich noch fertig“, sagt Bucher. Das sei schließlich eine gute und wichtige Aktivität für seine letzten Arbeitstage im St.-Marien-Hospital. Und dann wird er sich noch einmal die 14 Bäume anschauen, die er im Rahmen des Jubiläums gekauft und im Mitarbeiterwald gepflanzt hat: „Es soll was übrig bleiben von mir auf dem Heidenberg.“

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