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Einrichtung in Bad Wünnenberg geschlossen – Erzieherin infiziert – 36 Kita-Kinder und elf Erzieherinnen in Quarantäne

Corona-Fall in Kindergarten

Bad Wünnenberg (WB). In einem Bad Wünnenberger Kindergarten ist eine Erzieherin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das positive Testergebnis war dem Paderborner Kreisgesundheitsamt am Samstag übermittelt worden .

Symbolbild. Foto: dpa

„Wir haben umgehend alle Kontaktpersonen ermittelt und isoliert“, erläutert die stellvertretende Leiterin des Paderborner Kreisgesundheitsamtes, Dr. Wiebke Jensen. Aufgabe des Gesundheitsamtes ist es dann, möglichst schnell die Infektionskette vor Ort nachzuverfolgen und zu durchbrechen.

In solchen Fällen erfolgt eine Risiko-Einschätzung des Paderborner Kreisgesundheitsamtes nach den Richtlinien des Robert Koch-Instituts. Da die Kinder auch in den Innenräumen der Einrichtung von der Erzieherin betreut wurden, sind sie, ebenfalls wie die 10 Arbeitskolleginnen, als Kontaktpersonen der Kategorie eins (erhöhtes Risiko) einzustufen. Die insgesamt 36 Kinder und alle 11 Erzieherinnen befinden sich deshalb in angeordneter, 14-tägiger Quarantäne. Der Kindergarten ist geschlossen.

Jeweils auch ein Elternteil unter Quarantäne gestellt

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt hat bereits mit allen betroffenen Familien der Kindergartenkinder telefonisch Kontakt aufgenommen und die Quarantäne durchgesprochen. „Wir stellen ein Elternteil ebenfalls unter Quarantäne, um die Betreuung des Kindes sicherzustellen“, erläutert Dr. Wiebke Jensen. Für den Arbeitgeber wird eine Bescheinigung ausgestellt, „wir nennen das Kinderbescheid“, so Jensen.

Arbeitnehmer, die vom Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt werden, bekommen ihr Gehalt weiter ausgezahlt, haben also einen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Arbeitgeber können sich die Lohnzahlungen auf Antrag vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe erstatten lassen.

Kleinkinder werden bei Symptomen getestet

„Wir haben mit den Eltern besprochen, dass wir erst einmal nicht testen, sondern erst dann, wenn Symptome auftauchen sollten“, erläutert Jensen. Der so genannte Rachenabstrich sei bereits für Erwachsene eine ziemlich unangenehme Erfahrung, für Kleinkinder könne er verstörend wirken. Für die Erzieherinnen steht ohnehin ein Corona-Test an. Alle Beschäftigten an den öffentlichen und privaten Schulen sowie Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen können sich seit dem 3. August kostenlos und freiwillig alle 14 Tage auf das Coronavirus testen lassen. „Wir halten selbstverständlich in den kommenden Tagen den Kontakt zu den Familien“, bekräftigt Jensen.

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