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Erneut Feuer in einem leerstehenden Hotel in Bad Wünnenberg gelegt – Zeugen gesucht

Experten der Kripo ermitteln nach Brandstiftung

Bad Wünnenberg

Nach dem erneuten Feuer in einem leerstehenden Hotel am Montagnachmittag in Bad Wünnenberg hat die Polizei den Brandort noch am Abend beschlagnahmt. Sie sucht nun nach dem Täter, der aus dem Haus flüchtete. Brandexperten der Kreispolizeibehörde Paderborn sind am Dienstag am Tatort.

 

Feuerwehrleute am Einsatzort in Bad Wünnenberg: Dort brannte es am Montag in einem leerstehenden Haus. Foto: Feuerwehr der Stadt Bad Wünnenberg

„Nach bisherigem polizeilichem Ermittlungsstand verschaffte sich ein bislang unbekannter Täter augenscheinlich über ein rückwärtiges Fenster Zutritt zum Gebäude und gelangte durch die Innenräume in das Obergeschoss. Dort geriet dann ein Sofa in einem Raum in Brand. Im Anschluss flüchtete der Täter aus dem Haus“, teilte die Polizei am Dienstagnachmittag mit.

Wie berichtet, waren Polizei und Feuerwehr über den Brand in einem leerstehenden Hotel „Im Kurpark“ am Sonntag gegen 14.35 Uhr informiert worden. Bereits am 24. April war es zu einem ähnlichen Einsatz gekommen. Gegen einen bislang unbekannten Jugendlichen, der damals offensichtlich das Feuer gelegt hatte, wird ein Ermittlungsverfahren wegen Brandstiftung geführt.

Die Polizei sucht Zeugen: „Wer kann Angaben zu dieser Brandlegung machen? Wer hat verdächtige Personen beobachtet? Wer kann sonst Hinweise geben?“ Angaben nimmt sie unter der Telefonnummer 05251/3060 entgegen.

Das Aatal-Hotel

Das Aatal-Hotel war früher mit Zimmern, Ferienwohnungen und den Aatal-Stuben, die gerne für Weihnachts- und Familienfeiern genutzt wurden, ein Aktivposten im Kurort. Mittlerweile steht es lange leer.

Vor knapp zwei Jahren wurde bekannt, dass der Helmerner Windkraft-Unternehmer Friedbert Agethen die Immobilie gekauft hatte. Agethen plante damals, den alten Gebäudekomplex abzureißen und auf dem 10.000 Quadratmeter großen Grundstück ein Vier-Sterne-Hotel auf drei Etagen mit mindestens 90 Zimmern zu bauen. Die Investitionskosten wurden auf 15 bis 20 Millionen Euro geschätzt.

Gekauft hatte Agethen die Immobilie 2019 nach eigenen Angaben auf Anregung des damaligen Bürgermeisters und heutigen Landrats Christoph Rüther. Es sollte offenbar verhindert werden, dass das Aatal-Hotel wie schon das einstige Traditionshotel Jagdhaus im Kernort für Arbeiter-Mietwohnungen zweckentfremdet werde. Agethen war am Dienstag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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