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Kommission reist für Landeswettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft« nach Karpke

Fürstenberg vertritt den Kreis Paderborn

Bad Wünneberg (WV). Nach dem Sieg des Kreiswettbewerbs »Unser Dorf hat Zukunft« im vergangenen Jahr geht es für Fürstenberg nun weiter mit dem Landeswettbewerb. Die Vorbereitungen für den Wettbewerb laufen auf Hochtouren.

Brigitta Wieskotten

Die NRW-Bewertungskommission für den Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft« kommt nach Fürstenberg. Der Ort will sich mit der neuen »Kuhtrift« präsentieren. Diese stellten (von links) Uwe Glahe (Konstrukteur), Kai Henneken (Sponsor), Bernd Nolte (Autor), Ortsvorsteher und Organisator Reimund Günter und Volker Henneken (Sponsor) vor. Foto: Brigitta Wieskotten

Vier Arbeitsgruppen bereiten den Wettbewerb vor. Es gilt, sich gegen 43 Mitbewerber aus ganz NRW durchzusetzen. Ortsvorsteher Reimund Günter bittet alle Fürstenberger Bürger und Für­stenberger Vereine, sich zu beteiligen. Am Donnerstag sollen viele Fürstenberger der Kommission »ihr Dorf« präsentieren.

»Kuh trifft Geschichte«

Bei diesem Wettbewerb gibt es eine Premiere: Erstmals gibt es die Präsentation von »Kuh trifft Geschichte« in Fürstenberg. Die 800-Jahr-Feier des Dorfes (Wüstung) Vesperthe im vergangenen Herbst und seine Geschichte ist vielen Fürstenbergern heute noch in guter Erinnerung. Das ehemalige Dorf Vesperthe wurde durch Ritterfehden um 1391 zerstört, die Bauern siedelten sich zum Schutz um die Burg in Fürstenberg an. Von der Fürstenberger Burg führte ein Hauptweg nach Osten zu den Feldern und zum Sintfeld. Der Weg wurde damals »Kuhtrift« genannt, denn über sie wurden Kühe und Rinder zur Weide auf die Felder und in den Wald getrieben.

Vom 18. bis zum 20. Jahrhundert erlebte Fürstenberg eine Blütezeit. Erst wurde die Katholische Pfarrkirche St. Marien an der Kuhtrift gebaut. Danach folgten weitere öffentliche Gebäude wie das Pastorat, das Königliche Amtsgericht, das Postamt mit seinem Klappenschrank für eine moderne Fernsprechvermittlung, die Canusius-Schule, die Rote Schule, die evangelische Kirche, das Hotel Bickmann (später das Hotel Temme mit Metzgerei) und das Ensemble der drei Amtshäuser. Auch der Gutshof von Matthias Graf von Westphalen und seiner Familie liegt an der ehemaligen Kuhtrift, die später in Kirchweg und Poststraße umbenannt wurde.

Prüfungskommission kommt zu besuch

Mit Bildern und Texten verband der historisch interessierte Autor der Bildtafeln, Bernd Nolte, die frühere Ortsgeschichte betreffend und die heutige Funktion der wertvollen Gebäude. Entsprechende Bilder und Fotos ermöglichen dem Besucher einen vielseitigen Blick hinter die Fassaden ins Innere der Gebäude – dorthin, wo heute noch die Menschen leben und arbeiten. Über einen QR-Code bekommen die Besucher der Kuhtrift auf einer Internetseite weitere Informationen. »Altbewährtes und die Moderne« werden hier, so erläutert es Ortsvorsteher Reimund Günter, zusammengeführt.

Sein Dank gilt der Firma Maschinenbau Henneken in Fürstenberg für die Unterstützung bei der Umsetzung der »Kuhtrift«.

Auf die Prüfungskommission unter der Leitung von Dr. Waldemar Gruber von der nordrhein-westfälischen Landwirtschaftskammer hat sich die Gemeinde nach Angaben von Ortsvorsteher Reimund Günter bestens vorbereitet. Die Prüfungskommission besteht aus 15 Kommissionsmitgliedern. Ein wesentlicher Bestandteil neben den üblichen Kriterien wird die Präsentation der »Kuhtrift in Fürstenbergs Historischer Mitte« sein. Der Rundgang mit der Kommission beginnt um 15 Uhr am Ortseingang aus Richtung Meerhof kommend. Alle Interessierten treffen sich dort bereits um 14.45 Uhr.

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