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Auto kommt auf der K34 in Leiberg von der Straße ab – Mitfahrer auf der Rückbank überlebt schwer verletzt

Gegen Baum geprallt: Zwei junge Männer sterben

Bad Wünnenberg-Leiberg

Bei einem tragischen Verkehrsunfall auf der Kreisstraße 34 im Bad Wünnenberger Ortsteil Leiberg sind in der Nacht zu Samstag zwei Männer gestorben. Ein weiterer Mitfahrer, der auf der Rückbank saß, überlebte schwer verletzt. Die Insassen stammen aus dem Stadtgebiet Bad Wünnenbergs und Büren im Kreis Paderborn.

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Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot am Samstagmorgen bei dem Unfall in der Nähe von Bad Wünnenberg-Leiberg im Einsatz.

Wie die Polizei am Samstagmorgen mitteilte, waren die drei Männer kurz vor 4 Uhr mit einem Mercedes-AMG C-Klasse auf dem Weg von Leiberg in Richtung Haaren unterwegs. Der 31 Jahre alte Fahrer aus Bad Wünnenberg verlor im Stadtteil Leiberg in Höhe „Auf der Hödde“ auf trockener Straße in einer langgezogenen Rechtskurve die Kontrolle über den Wagen. Dieser geriet den Angaben zufolge auf die Gegenfahrbahn und prallte dort fast frontal mit der Beifahrerseite gegen einen Straßenbaum.

Der aus Bad Wünnenberg stammende 21-jährige Mitfahrer auf der Rückbank konnte trotz seiner Verletzungen mit dem Handy einen Notruf absetzen.* Die Leitstelle des Kreises Paderborn alarmierte um 4.02 Uhr die Feuerwehr Bad Wünnenberg mit dem Stichwort „Verkehrsunfall, mehrere Eingeklemmte, Pkw gegen Baum“.

Durch den heftigen Aufprall wurde der Motorblock aus dem Wagen gerissen und landete im Straßengraben, bestätigte Hubertus Kuhaupt von der Polizei. Weitere Autoteile wie auch das rechte Vorderrad wurden einige Meter von der Unfallstelle entfernt im Straßengraben gefunden. „Die Insassen waren massiv in dem Auto eingeklemmt“, berichtete der stellvertretende Wehrführer in Bad Wünnenberg Marcus Siekaup. Unter seiner Leitung waren gut 45 Einsatzkräfte der Löschzüge Haaren, Bad Wünnenbergs und der Löschgruppe Leiberg zur Unfallstelle ausgerückt. In Leiberg war in der Nacht Sirenenalarm zu hören. Alarmiert wurden Notärzte aus Büren, Salzkotten sowie der Leitende Notarzt Axel Fädrich aus Paderborn.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte waren der Fahrer und der aus Büren stammende 27-jährige Beifahrer nicht ansprechbar. „Für die Rettung der Eingeklemmten wurde das Auto mit einer Seilwinde vom Baum auf die Straße gezogen“, so Marcus Siekaup. Mittels hydraulischer Werkzeuge versuchten die Feuerwehrleute dann, die Insassen zu befreien. Nachdem der schwer verletzte Mitfahrer von der Rückbank gerettet und notärztlich versorgt wurde, wurden beim Beifahrer sofort nach dessen Rettung Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt. Diese blieben jedoch erfolglos. Der Fahrer verstarb auch noch an der Unfallstelle. Der schwer verletzte Mitfahrer wurde in ein Krankenhaus zur weiteren Versorgung gebracht.

Notfallseelsorger vor Ort

Notfallseelsorger kümmerten sich um die Angehörigen und die Einsatzkräfte, von denen viele die Opfer persönlich kannten. Die K34 wurde für die Dauer der Unfallaufnahme zwischen Haaren und Leiberg gesperrt. Die Paderborner Staatsanwaltschaft hat zur Klärung der Unfallhergangs einen Gutachter eingeschaltet. Das Autowrack und das Mobiltelefon wurden sichergestellt.

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Salzkotten starben im August auch zwei junge Männer, nachdem sie mit einem Audi vor einen Baum geprallt waren.

* In einer früheren Fassung des Artikels war dieser Sachverhalt anders geschildert worden.

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