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Fürstenberger Traditionsfest wird auch künftig gefeiert

Herbstkirmes ist gerettet

Bad Wünnenberg (WB/han). Die Tradition wird fortgeführt – die Herbstkirmes in Fürstenberg bleibt bestehen. Mit ehrenamtlicher Hilfe kann das drohende Aus abgewendet werden.

Die 260. Herbstkirmes im vergangenen Jahr drohte die letzte zu sein. Nun freuen sich die Fürstenberger und viele Gäste: Das traditionsreiche Volksfest ist gerettet. Foto: Hanne Hagelgans

Diese Nachricht verkündete Ortsvorsteher und Vorsitzender des Vereins »Pro Fürstenberg«, Reimund Günter, jetzt im Anschluss an ein Treffen der Dorfgemeinschaft, zu dem der Verein aufgerufen hatte.

Hinter der Durchführung der traditionsreichen Herbstkirmes hatte zuletzt ein großes Fragezeichen gestanden. Der Gewerbe- und Verkehrsverein, der sich bisher verantwortlich für die Organisation des Festes zeigte, hatte angekündigt, seine Arbeit niederzulegen.

Beim Treffen auf Einladung von »Pro Fürstenberg« wollte man daher nun herausfinden, ob sich genügend Ehrenamtliche melden, um künftig bei der Organisation der Veranstaltung zu helfen.

Die Erwartungen des Vorstandes an das Treffen wurden bei Weitem übertroffen. Gut 25 Personen erklärten sich bereit, künftig in der Arbeitsgruppe Kirmes, die unter dem Dach von »Pro Fürstenberg« gegründet wurde, mitzuarbeiten. »Es hat sich ein tolles Team zusammengefunden«, freut sich Reimund Günter.

Kirmes am Samstag und Sonntag

Daher soll die 261. Herbstkirmes am zweiten Oktoberwochenende in Fürstenberg stattfinden.

Verschiedene Unterarbeitsgruppen wurden gegründet und erste Ideen bereits zusammengetragen. An Bewährtem will die Gruppe festhalten. So werden der politische Dämmerschoppen und der Seniorennachmittag weiter bestehen bleiben. Andere Bestandteile der Veranstaltung sollen jedoch entwickelt werden beziehungsweise einen neuen Anstrich erhalten.

So soll das Kirchweihfest, der Ursprung der Herbstkirmes, mehr in den Mittelpunkt gerückt werden. Zudem soll das Fest nicht mehr rund um die Kirche, sondern ab diesem Jahr in und an der Scheune des Bauhofs in Fürstenberg gefeiert werden.

Die Dauer des bisher dreitägigen Festes wurde gekürzt: Der Freitag entfällt, gefeiert wird nun Samstag und Sonntag. »Unser Ziel ist, das Konzept der Herbstkirmes zukunftsfähig aufzustellen, um so ein noch größeres Publikum zu begeistern«, formuliert Reimund Günter.

Weitere Ehrenamtliche, die bei der Organisation helfen möchten, haben die Möglichkeit, sich den Arbeitsgruppen anzuschließen. Ansprechpartner ist Reimund Günter, E-Mail: reimund.guenter@t-online.de .

Kommentar von Hanne Hagelgans

Was über Jahrzehnte gut funktioniert hat, ist heute oft nicht mehr machbar. In vielen Orten zeigt sich, dass die Stadtfeste nicht mehr wie bisher zu organisieren sind. Das mag an gestiegenem Aufwand und höheren Ansprüchen liegen. Ein Grund ist aber sicher auch, dass Menschen heute weniger Zeit und vielleicht auch weniger Lust auf ein umfangreiches ehrenamtliches Engagement haben.

Viele Städte, beispielsweise Büren oder Salzkotten, haben die Konsequenz gezogen, das Stadtmarketing und die (Neu-)Organisation der Feste auf professionelle Füße zu stellen. Doch auch die Bürger können und sollen weiter mit im Boot sein. Und das ist auch heute noch möglich. Denn während viele Menschen ein Vorstandsamt oder dauerhafte Verpflichtungen ablehnen, sind sie zu projektbezogener, zeitlich begrenzter Mitarbeiter oft noch gerne bereit. Das hat sich jetzt auch in Fürstenberg wieder gezeigt.

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