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Stefan Stachowiak (SPD)

„Ich möchte einen Klimaschutzmanager“

Stefan Stachowiak (SPD).

Bad Wünnenberg (WB/mba). Eine Frau und drei Männer wollen in Bad Wünnenberg Bürgermeisterin beziehungsweise Bürgermeister werden. Das WESTFÄLISCHE VOLKSBLATT hat den vier Kandidaten sechs Fragen gestellt, zu denen sie Stellung beziehen sollen. Dieses Mal: Stefan Stachowiak (SPD).

Zur Person:

Alter: 50 Jahre

Wohnort: Bleiwäsche

Beruf: Sparkassen­betriebswirt

Familienstand: verheiratet, zwei Kinder (12 und 10)

Hobbys: ehrenamtliches Engagement, Lesen, Reisen

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen in Bad Wünnenberg?

Stefan Stachowiak: Die Corona-Krise und der Klimawandel sind auch in Bad Wünnenberg die größten Herausforderungen. Wir müssen schauen, wie sich die Corona-Krise auf die Gemeindefinanzen auswirkt. Derzeit sind wir solide aufgestellt, aber viele Investitionen sind geplant oder müssen unbedingt angegangen werden. Zum Beispiel wurden die Straßen und die Wirtschaftswege vernachlässigt. Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch in Bad Wünnenberg unübersehbar, daher möchte ich einen Klimaschutzmanager anstellen, der sich um dieses wichtige Thema kümmert.

2021 soll die Ortsumgehung fertiggestellt sein. Welche Folgen hat das für den Ortskern und den Einzelhandel?

Stachowiak: Für den Ortskern und die Lebensqualität dort ist das positiv. Der Rückbau der B480 und die dann notwendigen baulichen Veränderungen sollen mit der Bevölkerung und den Anwohnern erarbeitet und dann umgesetzt werden. Ein Verkehrsgutachten liegt vor, an ihm müssen wir noch gemeinsam arbeiten. Für den Einzelhandel bin ich optimistisch, die Kernstadt wird weiterhin zum Einkaufen auch aus den umliegenden Ortschaften genutzt. Die Entlastung des Ortskerns muss für den Tourismus genutzt werden. Gegen Leerstände sollten wir mit kreativen Ideen arbeiten. Die Neubaugebiete müssen gut in die bestehende Dorfstruktur integriert werden.

Bad Wünnenberg wächst weiter, immer mehr Familien siedeln sich an. Was bedeutet das für Schulen und Kinder­gärten?

Stachowiak: Bad Wünnenberg ist eine junge, eine wachsende Stadt. Etwas Schöneres kann es für eine Gemeinde unserer Größe nicht geben. Wir haben in den letzten Jahren in Kitas, Schulen und OGS investiert. Und das muss und wird auch weiterhin so sein. Digitalisierung der Schulen und Kitas, Räumlichkeiten, in denen man genügend Platz hat und sich wohlfühlt. Hieran werden wir arbeiten. Ich stehe dazu, dass alle Kitas in Trägerschaft der Stadt sind und bleiben. Die ehrenamtliche Arbeit in den Ganztagsschulen möchte ich noch mehr unterstützen, auch hier müssen wir dem Zuwachs an Kindern mit OGS-Plätzen gerecht werden.

Wie wollen Sie die sieben Ortsteile stärken und besser an den ÖPNV anschließen?

Stachowiak: Wir müssen uns um die Infrastruktur in allen Ortsteilen kümmern – jedes Dorf ist wichtig. Vieles wird in allen Orten ehrenamtlich geleistet. Beim ÖPNV werde ich für den Stadtbus kämpfen, er muss aber nicht nur regelmäßig fahren, sondern muss vor allem bezahlbar sein. Auch die Schulbusverbindungen müssen verbessert werden. Dies kostet Geld, aber es ist gut investiertes Geld.

Bad Wünnenberg braucht ein neues Rathaus. Welche Lösung favorisieren Sie?

Stachowiak: Ich stehe zum Standort Fürstenberg für das Rathaus und stehe einem Bürgerbüro in Bad Wünnenberg offen gegenüber. Der Spanckenhof wird jetzt schon für Empfänge und Sitzungen genutzt. Probleme habe ich mit Millioneninvestitionen für einen neuen Ratssaal. Der Sitzungssaal im Spanckenhof ist nicht optimal, reicht aber in der Regel vollkommen aus. Die Profilschul­aula und Schützenhallen stehen auch zur Verfügung.

Wie kann Bad Wünnenberg sein Image als Kur- und Tourismusstandort stärken?

Stachowiak: Im nächsten Jahr wird die Aatalklinik 25 Jahre alt. Ein Grund zum Feiern. Ein neuer Pachtvertrag wurde geschlossen. Die Grundlagen für eine positive Zukunft sind geschaffen. Durch die Corona-Krise ist Urlaub in der Heimat wieder in. Dieses Potenzial müssen wir nutzen. Ich werde die Gastronomie und Hotellerie unterstützen. Wander- und Radwege müssen ausgebaut und gepflegt, das Aatal als Erholungsgebiet weiter ausgebaut werden. Ladestationen für E-Bikes im Aatal und an der Aabach-Talsperre sind nur eine Idee.

Lesen sie hier auch die Antworten der anderen Kandidaten: Nadine Dubberke (Bündnis 90/Grüne) , Ingmar Reisige (FDP) und Christian Carl (CDU) .

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