1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Bad Wünnenberg
  6. >
  7. Kirche bleibt im Pastoralen Raum Wünnenberg-Lichtenau mitten im Dorf

  8. >

Zwischenstand zum pastoralen Prozess vor etwa 150 Katholiken abgegeben

Kirche bleibt im Pastoralen Raum Wünnenberg-Lichtenau mitten im Dorf

Bad Wünnenberg/Lichtenau

Ein Treffpunkt für Jung und Alt soll sie sein;  ein Ort, an dem Menschen Hilfsbereitschaft erleben und neue geistliche Aufbrüche starten – die Kirche in den 22 Bad Wünnenberger und Lichtenauer Ortsteilen. Das ist das Ergebnis einer Abstimmung bei einer „Meilensteinveranstaltung“ des Pastoralen Raumes Wünnenberg-Lichtenau in der Schützenhalle in Atteln.

Das Seelsorgeteam und die Steuerungsgruppe des Pastoralen Raumes Wünnenberg-Lichtenau stellten vor rund 150 Teilnehmern in der Schützenhalle in Atteln Zwischenergebnisse des Pastoralen Prozesses vor. Von links: Pastor Johannes Wiechers, Gemeindereferent Norbert Wiedenstritt, Annelie Becker, Edeltraud Jung, Verwaltungsleiterin Patricia Dopp, die Gemeindereferentinnen Annette Wagemeyer und Jessica Plaßwilm, Diakon Patrick Vitt, Pastor Stefan Stratmann, Petra Günter, Barbara Knoppe, Pfarrer Daniel Jardzejewski, Mareike Flore, Ute Völlmecke, Sylvia Schmidt, Vikar Dominic Molitor, Markus Jonas und Claudia Grothe. Foto: Pastoraler Raum Wünnenberg-Lichtenau

Rund 150 Katholiken waren zusammengekommen, um sich unter dem Motto „Segel setzen“ einen Zwischenstand zum pastoralen Prozess geben zu lassen, der mit der Zusammenlegung der beiden Pastoralverbünde Wünnenberg und Lichtenau 2019 gestartet worden war.

Angesichts des allgemein angestimmten „Abgesangs der Kirchen “könne man sich zwar in „geselliges Jammern“ zurückziehen, sagte der Leiter des Pastoralen Raumes, Pfarrer Daniel Jardzejewski. „Wir stimmen aber nicht ein in dieses Lamento“, betonte er.  Vielmehr wolle man die Stärken des christlichen Glaubens betonen und an den Punkten arbeiten, „die Gott am meisten zum Leuchten bringen“, und die den Menschen Kraft für ihr Leben geben. Entsprechend wolle man daran arbeiten, das gute Miteinander von Jung und Alt zu stärken, ein Ort für die gelebte Nächstenliebe, die Caritas, sein, und neue geistliche Aufbrüche initiieren, die die frohe Botschaft der Liebe Gottes verständlich machen.

In Gesprächen in einzelnen Orten hatten sich diese und weitere Schwerpunkte herauskristallisiert. So hätten Ortsvorsteher und Vertreter örtlicher Vereine und Verbände betont, dass die Kirche als ein Mittelpunkt der Orte noch immer wichtig sei, auch wenn der regelmäßige Kirchgang nicht mehr angesagt sei, berichtete Annelie Becker von der Steuerungsgruppe des pastoralen Prozesses. Bei Festen und wichtigen Ereignissen im Leben sei die Kirche aber nach wie vor gefragt. „Die Veränderungen sind nicht zu übersehen, bieten aber für die Zukunft auch Chancen“, zeigte sie sich zuversichtlich.

Auffällig sei auch die Rückmeldung gewesen, dass immer weniger Leute immer mehr Fäden in der Hand hielten, berichtete Annelie Becker. Die Nachwuchsprobleme seien überall offensichtlich, immer weniger Menschen seien bereit, Verantwortung in den Vereinen zu übernehmen. Und dennoch sei die Stimmung in den Orten zuversichtlich.

Coronabedingt hatte der pastorale Prozess nicht im geplanten Maße ausgerichtet werden können. Die neun Mitglieder der Steuerungsgruppe präsentierten in Anwesenheit der Lichtenauer Bürgermeisterin Ute Dülfer und Bad Wünnenbergs Bürgermeister Christian Carl dennoch ein differenziertes Bild der Situation in den katholischen Kirchengemeinden der beiden Städte, in denen immerhin 63,5 Prozent der Einwohner katholisch sind.

Startseite
ANZEIGE