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Dorfgemeinschaft freut sich über Neuanschaffung für Senioren und Spenden für die Ukraine

Mit der E-Rikscha Fürstenberg erkunden

Bad Wünnenberg-Fürstenberg

Seit einem Jahr gibt es in Fürstenberg den Scheunenmarkt – und er ist längst zu einem großen Erfolg geworden. Um die 20 Anbieter von Bio-Lebensmitteln und Spezialitäten aus der Region sind an den Donnerstagnachmittagen regelmäßig mit dabei.

Von Hanne Hagelgans

Mehrere Gründe zu feiern gab es in Fürstenberg. Unter anderem wurden die neue Rikscha vorgestellt und Spenden übergeben. Foto: Hanne Hagelgans

Damit ist der ehrenamtlich organisierte Markt rund um die Kulturscheune 1a einer der größten Wochenmärkte im Kreisgebiet. Und weil an den Markttagen stets mehrere hundert Besucher vor Ort sind , ist er auch ein gutes Forum, wenn es im Dorf an der Karpke etwas zu feiern oder zu verkünden gibt. Darum nutzte der Dorfgemeinschaftsverein Pro Fürstenberg nun auch den Markt, um sein neuestes Projekt vorzustellen: die Anschaffung einer E-Rikscha.

In Kooperation mit dem St.-Clemens-Seniorenheim können mit dem E-Bike, das vorne zwei bequeme Sitzplätze bietet, ältere und gehbehinderte Menschen Ausfahrten und ein besonderes Erlebnis genießen. Die neue Rikscha soll für die Bewohner des Clemens-Heims genutzt werden, doch auch interessierte Privatleute können sie ausleihen und ihre Eltern oder Großeltern damit kutschieren.

Mit an Bord ist stets ein Schlüssel

Dabei bringt das neue Bike übrigens einen kleinen, aber wertvollen Bonus mit: Mit an Bord ist stets ein Schlüssel, mit dem sich die Schranken in den Wäldern des Grafen von Westphalen öffnen (und – sehr wichtig – natürlich auch wieder schließen) lassen. So können die Rikscha-Passagiere und ihre Chauffeure auch wirklich alle schönen Ecken rund um Fürstenberg entdecken.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Buchung des E-Bikes finden sich ab Mitte Juni online unter www.mein-fuerstenberg.de. Ermöglicht wurde die 13.560 Euro teure Anschaffung, für die der engagierte Fürstenberger Gisbert Henkel die Idee geliefert hatte, mit Hilfe der Energiestiftung Sintfeld und des Lichtenauer Unternehmens Stoffwelten als Sponsoren.

Gespendet wurde auch darüber hinaus viel beim jüngsten Scheunenmarkt in Fürstenberg, den diesmal in der größeren Version auch viele heimische Kunsthandwerker nutzten, um ihre Waren anzubieten. Mehrere Gruppen aus dem Dorf überreichten Spenden an die Ukrainehilfe.

Hilfe für die Ukraine

Die Gruppe um Gisela Weitekamp, Monika Sonntag und Hans Josef Desinger hatte sich kurz nach Ausbruch des Krieges im Februar spontan aus dem Wunsch heraus zu helfen in der Kulturscheune gegründet. Mehrere Transporte nach Polen und direkt in die Ukraine wurden auf die Reise geschickt, außerdem ukrainische Familien im Stadtgebiet mit Geld- und Sachspenden, Wohnraum und Sprachunterricht unterstützt. Die Alte Stellmacherei „Hanreinekes“ wurde als Unterkunft für zwölf Personen hergerichtet.

Mit 1800 Euro unterstützen die Sintfeld-Chorporation und die Chorgemeinschaft Wünnenberg-Fürstenberg die gute Sache. Die Chöre luden im April zu einem Benefizkonzert ein, bei dem sie anstelle von Eintrittsgeld zu Spenden aufriefen.

524 Euro kamen vom BSV Fürstenberg, der beim „Lauf in den Mai“ dazu aufgerufen hatte, beim Wandern, Joggen oder Radfahren über eine App Kilometer zu sammeln. „Insgesamt kamen mehr als 13.117 Kilometer zusammen“, freut sich BSV-Vorstand Jörg Rörig. Die Spendensumme ist entstanden, indem einige Beschicker des Scheunenmarktes für jeden Kilometer eine bestimmte Summe gegeben haben.

Mit 500 Euro beteiligt sich Pauline von Laer an der Ukra­inehilfe. Sie spendete den Erlös aus dem Verkauf einer Baumwurzelskulptur.

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