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Christian Carl (CDU)

„Radwegenetz attraktiver machen“

Bad Wünnenberg (WB/mba). Eine Frau und drei Männer wollen in Bad Wünnenberg Bürgermeisterin beziehungsweise Bürgermeister werden. Das WESTFÄLISCHE VOLKSBLATT hat den vier Kandidaten sechs Fragen gestellt, zu denen sie Stellung beziehen sollen. Dieses Mal: Christian Carl (CDU).

Christian Carl (CDU)

Zur Person:

Alter: 44 Jahre

Wohnort: Leiberg

Beruf: Verwaltungswirt

Familienstand: verheiratet, drei Töchter

Hobbys: Fußball, Joggen, Ehrenamt

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen in Bad Wünnenberg?

Christian Carl: Die Folgen der Corona-Krise gilt es zu meistern. Diese werden frühestens im kommenden Jahr sichtbar sein. Dann gilt es, die richtige Balance zwischen Sparen und Investieren, insbesondere in den Erhalt der Infrastruktur zu finden. Gerade die Straßenunterhaltung wurde zuletzt vernachlässigt. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam mit Politik, Verwaltung und Bürgerschaft gestärkt aus der ­Krise herauskommen werden.

2021 soll die Ortsumgehung fertiggestellt sein. Welche Folgen hat das für den Ortskern und den Einzelhandel?

Carl: Die Anwohner der B480 werden enorm entlastet, was einen Mehrwert an Lebensqualität bedeutet. Zukünftig wird natürlich der Durchgangsverkehr wegfallen. Es gilt, die Mittelstraße attraktiver zu gestalten. Die ersten Planungen haben bereits begonnen. Hier müssen die Anwohner und Gewerbetreibenden mit ins Boot geholt werden, um für alle die beste Lösung zu finden.

Bad Wünnenberg wächst weiter, immer mehr Familien siedeln sich an. Was bedeutet das für Schulen und Kinder­gärten?

Carl: Diese beiden Bereiche müssen sich der Bevölkerungsentwicklung anpassen. Wir müssen weiterhin in diese Bereiche investieren. Schon bei der Planung muss an eine Folgenutzung gedacht werden, falls der Bedarf beispielsweise an Kitaplätzen sinkt. Die Schulen müssen digitaler aus­gestattet werden. Zusätzlich müssen die Lehrer und Schüler geschult werden. Hier wird die Stadt unterstützend mitwirken ­müssen.

Wie wollen Sie die sieben Ortsteile stärken und besser an den ÖPNV anschließen?

Carl: Wir müssen in allen Ortsteilen Bauplätze zur Verfügung stellen, damit junge Menschen dort eine Perspektive haben. Beim ÖPNV müssen finanzielle Anreize geschaffen werden. Aber reine Leerfahrten darf es auch nicht geben. Ein Ausbau des Radwege­netzes steigert die Attraktivität. Hier auf dem Land werden wir aber auf das Auto nicht ganz verzichten können.

Bad Wünnenberg braucht ein neues Rathaus. Welche Lösung favorisieren Sie?

Carl: Das bisherige Rathaus sollte abgerissen werden und auf dem vorhandenen Grundstück ein modernes und funktionales Verwaltungsgebäude ent­stehen. Im Spanckenhof sollten weiterhin die Ratssitzungen stattfinden. Der Bürgermeister kann dort Bürgersprechstunden abhalten, und einige Veranstaltungen oder Empfänge könnten dort abgehalten werden. Da die Touristik in das neue Gesundheitshaus zieht, könnte im Spanckenhof gut ein zusätzliches Bürgerbüro installiert ­werden.

Wie kann Bad Wünnenberg sein Image als Kur- und Tourismusstandort stärken?

Carl: Unsere Publikumsmagnete wie das Aatal und die Aabachtalsperre gilt es weiterzuentwickeln. Das Thema Gesundheit sollte dabei im Vordergrund stehen. Mit dem Bau der Downhill-Strecke wird in Kürze begonnen werden. Wir sollten zudem bei ­Wander- und Radwege­konzepten den Blick Richtung Sauerland richten und hier eine Verbindung hinbekommen. Einen Markt für regionale Produkte könnte ich mir ebenfalls vorstellen.

Lesen sie hier auch die Antworten der anderen Kandidaten: Nadine Dubberke (Bündnis 90/Grüne) , Ingmar Reisige (FDP) und Stefan Stachowiak (SPD) .

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