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Distanzunterricht an der Profilschule Fürstenberg laufe prima – Schulalltag werde trotzdem vermisst

„Schule ist viel mehr als Lernen“

Bad Wünneberg-Für...

Seit dem Ende der Weihnachtsferien befinden sich Millionen von Schülern in Deutschland im Distanzunterricht – unter ihnen auch Leland (Jahrgang 6), Luisa (Jahrgang 7) und Laura (Jahrgang 10) von der Profilschule Fürstenberg.

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Leland besucht die Jahrgangsstufe 6 der Profilschule Fürstenberg. Wie alle seiner Mitschüler wird er derzeit über das Homeschooling unterrichtet. Foto: Profilschule Fürstenberg

Für sie startet nun jeder Tag von Montag bis Freitag um 9 Uhr mit einer Klassen-Videokonferenz, in der gemeinsam mit den Klassenlehrern Organisatorisches sowie Fragen geklärt und sich ausgetauscht werden kann. Montags, um 8.30 Uhr sind über das Aufgabenmodul bei Microsoft Teams die Wochen-Aufgaben für alle Fächer einsehbar, die dann bis Freitag, 13 Uhr wieder bearbeitet zurückzusenden sind. Diese einheitliche Vorgehensweise in allen Fächern wüssten auch die Eltern zu schätzen, teilt die Schule mit. Sie würden in ihren Rückmeldungen den engen Kontakt der Lehrer zu den Schülern loben, die ihnen bei Problemen über die Chatfunktion zeitnah Hilfestellung geben, mit ihrem Feedback motivieren und die Kinder da abholen könnten, wo sie gerade stehen.

Das schnelle Feedback der Fachlehrer findet auch Zehntklässlerin Laura prima. In den Hauptfächern findet zudem wöchentlich Videounterricht statt. Dennoch bleibt es aber ihrer Ansicht nach manchmal schwierig sich neue Lerninhalte anzueignen – auch wenn es gut gemachte Erklärvideos gebe. Leland und Luisa vermissen hauptsächlich ihre Mitschüler und den Schulalltag, insbesondere die Lernzeiten und Pausen. Daher freuen sie sich, die anderen zumindest im digitalen Klassenraum jeden Tag zu sehen. Wenn keine Onlinestunde ansteht, dann werde Teams auch dafür genutzt, um mit den Freunden Aufgaben gemeinsam zu erledigen – eine digitale Lernzeit eben.

Bei der ersten digitalen Lehrerkonferenz im Januar zeigten sich nach Mitteilung der Schule auch die Lehrer davon angetan, wie gut die Bearbeitung und Abgabe der Aufgaben funktioniere und dass fast alle Schüler digital erreicht werden können.

Zufrieden zeigen sich gemeinsam mit Schulleiterin Irmhild Jakobi-Reike und den Digital-Experten Matthias Schäfers von schulischer Seite und Tobias Coritzius von der Stadt Bad Wünnenberg auch Kollegium, Schülerschaft und Eltern darüber, dass mit Microsoft Teams eine störungsfreie und leicht zu bedienende Plattform gewählt wurde, die den Distanzunterricht erheblich erleichtere.

Mit dieser Software arbeitet die Schulgemeinschaft bereits seit Ende des vergangenen Schuljahres, so dass nach Einübung im Herbst der Online-Unterricht in diesem Jahr reibungslos angelaufen sei.

Trotz aller Zufriedenheit sei es aber besonders dem Schülersprecher-Team um Lukas Dahl und Mia Niewels (Jahrgang 10) sowie Benedikt Fromme und Maja Köhler (Jahrgang 9) wichtig zu betonen, dass auch gut laufender Distanzunterricht niemals den normalen Schulalltag ersetzen könne, denn Schule sei eben doch viel mehr als Lernen. Der Schulalltag sei und bleibe eben besonders auch ein Treffpunkt, an dem viele soziale Kontakte geknüpft und Freundschaften gepflegt werden könnten. Darum hoffen nicht nur die Fürstenberger Profilschüler, dass sie bald – zumindest zeitweise – wieder in die Schule gehen können.

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