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Bad Wünnenberger Landwirte können Saatmischung kostenlos abholen

Stiftung lässt es blühen

Bad Wünnenberg (WB). Der Frühling zeigt sich trotz Corona-Ausnahmezustand von seiner schönsten Seite, und für die Landwirte fällt aktuell viel Arbeit an. Passend dazu lädt die Energiestiftung Sintfeld jetzt wieder dazu ein, bei der Artenschutz-Aktion „Blühende Landschaften“mitzumachen.

Die Energiestiftung Sintfeld übernimmt die Kosten für eine spezielle Saatgutmischung für Blühwiesen.

Das Saatgut, das nicht für Besitzer von Privatgärten, sondern für Landwirte gedacht ist, liegt nach Angaben der Stiftung abholbereit beim Raiffeisenmarkt in Bad Wünnenberg-Haaren. Die Energiestiftung hat das Artenschutz-Projekt „Blühfelder“ im Jahr 2017 angestoßen und setzt es wegen des guten Erfolgs fort.

Die Idee: Landwirte, die eine spezielle mehrjährige Blühmischung aussäen, bekommen das Saatgut dafür von der Stiftung bezahlt. Pro Hektar kostet die besondere Saat etwa 120 Euro. Mit der Aktion soll vor allem Bienen, Hummeln, Schmetterlingen aber auch anderen Insekten mehr Nahrung geboten werden. „Und dafür brauchen wir wieder mehr Felder und Wiesen, auf denen es die gesamte Sommersaison über bunt blüht“, erläutert Stiftungsvorstand Ulrich Klinke, der selbst auch Bio-Landwirt ist.

Voraussetzung für eine Förderung ist allerdings, dass die blühenden Flächen für die Dauer von fünf Jahren aus der Bewirtschaftung herausgenommen werden und so über einen langen Zeitraum als Nahrungshabitat für Insekten zur Verfügung stehen.

Die geförderte Saatmischung entspricht nach Angaben der Energiestiftung exakt den Vorgaben des Landesprogrammes NRW für Blühstreifen. Sie enthält unter anderem Felderbsen, Öllein, Rotschwingel, Sommerhafer, Sommerwicken, Sonnenblumen und Waldstaudenroggen. „Nach einmaligem Aussäen blüht die Fläche dann etwa fünf Jahre lang“, erläutert Ulrich Klinke. „Schlecht zu beackernde Felder mit schrägem Zuschnitt oder Streifen direkt vor Wäldern eignen sich hervorragend dafür“, betont Klinke, der seine Bauern-Kollegen auffordert, sich an der Aktion zu beteiligen. Schließlich müsse gegen das Insektensterben aktiv etwas unternommen werden.

In den vergangenen Jahren waren jeweils etwa 50 Hektar mit Blühmischungen belegt worden. Die Abwicklung der Förder-Maßnahme seitens der Stiftung erfolgt unkompliziert über den Raiffeisenmarkt in Haaren. Landwirte können sich dort kostenlos die Mengen für bis zu fünf Hektar abholen. Gefördert werden laut Satzung nur landwirtschaftliche Betriebe aus Bad Wünnenberg und den Ortsteilen. Da in den vergangenen Jahren aber auch Hobbygärtner, Kindergärten und Schulen nach kleineren Mengen der Blühmischung gefragt hatten, hält der Raiffeisenmarkt kleinere Saatgut-Säckchen bereit. Eingebracht werden sollte die Saatmischung Ende April/Anfang Mai.

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