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Fest der historischen Landtechnik

Trecker-Korso knattert durch Bad Wünnenberg

Bad Wünnenberg

Das Fest der historischen Landtechnik auf dem Bad Wünnenberger Hassel wird von vielen hundert Besuchern alljährlich gerne besucht. So auch dieses Jahr. Schon bei der Feldmesse in der großen Scheune herrschte großer Andrang.

Früher eine Alltags-Situation, heute ein absolutes Highlight – Opa Reinhold mit der begeisterten jungen Generation beim Trecker-Korso. 29 „alte Schätzchen“ knatterten durch die Mittelstraße. Foto: Brigitta Wieskotten

Für viele Besucher des Pflegeheimes St.-Antonius ist es eine große Freude, gerade diese Messe in besonderem Ambiente zu Besuchen. Pastor Johannes Sprenger aus Bad Wünnenberg, selbst aus einer Landwirtsfamilie stammend, stimmte die gesamte Messfeier auf den christlichen Glauben im Zusammenhang mit der früheren Landwirtschaft ab. Viele heimische Christen konnten sich noch sehr gut an die Alltagssituationen der familiären Landwirtschaft erinnern.

Für die begleitende musikalische Untermalung sorgten die Egerländer Blasmusik-Freunde, ehe sich nach alter Sitte jeder Messbesucher ein gesegnetes handgebundenes Krautbund, bestehend aus den gesammelten 22 Kräutern wie Alant, Roter/Weißer Baldrian, Beifuß, Blautköppe, Donnerkraut, Dost, Eiserhark, Roggen, Weizen, Gundelrebe, Knoblauch, Wilde Möhre, Rainfarn, Wermut und mehr, gegen eine kleine Spende für den Weltladen mit nach Hause nehmen konnte.

Mit einem geräuschvollen Trecker-Korso mit 29 Traktoren aus den 40er-bis 70er-Jahren begeisterten die Freunde der Historischen Landtechnik alle Zuschauer der Unterstadt. Natürlich gehörten auch eine zünftige Kartoffelernte mit Felix Knaup für die ganze Familie und die berühmten „Schraubergespräche" mit Erfahrungsaustausch zum Festprogramm. 

Künste am Knotentisch

Heinz Schäfer aus Borchen, ein gerngesehener Gast auf dem Hassel, begeisterte die Festgäste mit einem betagten „Knotentisch“, der den Landwirten bei der Ernte das lästige Zusammenbinden der Heu- und Strohbunde mit Treckerantrieb abnahm. Erfinder war John Franzis Appelby aus Amerika.

Natürlich hatten sich die Landfrauen wieder mit einer Festtags-Kaffeefafel mächtig ins Zeug gelegt. Schon mancher Gast freute sich schon jetzt auf das Fest der historischen Landtechnik im kommenden Jahr.

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