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An den Kindergarten in Bleiwäsche wird angebaut

Zwergentreff wächst

Bad Wünnenberg (WB). Noch in diesem Jahr soll an den Kindergarten Zwergentreff in Bleiwäsche angebaut werden. Der Familien-, Jugend-, Sport- und Kulturausschuss Bad Wünnenberg hat in seiner jüngsten Sitzung einem entsprechenden Vorschlag der Verwaltung einstimmig zugestimmt. Insgesamt 650.000 Euro sollen für den Anbau, der im Januar 2021 fertig sein soll, im Haushalt zur Verfügung gestellt werden. Das sind noch einmal 200.000 Euro mehr als ursprünglich geplant.

Marion Neesen

Bad Wünnenberg braucht mehr Platz in den Kindergärten. Für einen Anbau in Bleiwäsche stehen jetzt 650.000 Euro zur Verfügung. Foto: dpa

Der Bevölkerungszuwachs in Bleiwäsche sei enorm, so Christoph Wittler, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Während die Geburtenzahl im Bad Wünnenberger Ortseil vor fünf Jahren noch stagnierte, liegen nun 33 Anmeldungen für das Kindergartenjahr 2020/21 vor. Allerdings stehen dort nur 23 Plätze zur Verfügung. Christoph Wittler vermutet, dass der schnelle Anschluss an Paderborn durch die neue B 480 ein Grund für die Attraktivität des Ortes sein könnte. Das Bauland sei dort noch finanzierbar, in 20 Minuten sei man, sobald auch die Baustelle auf der A 33 verschwinde, im Oberzentrum.

Die Verwaltung wird nun die Planung für einen Anbau am Zwergentreff vorantreiben. Mit den Eltern, deren Kinder in diesem Sommer nicht aufgenommen werden können, sollen in der nächsten Woche Gespräche geführt werden. „Vielleicht können diese einen gewissen Zeitraum überbrücken“, so Wittler.

Nach derzeitigem Anmeldestand können im Stadtgebiet Bad Wünnenberg zehn Kinder in der U3-Betreuung nicht aufgenommen werden. Insgesamt wurden 604 Kinder für das Kindergartenjahr 2020/21 angemeldet. Die Plätze fehlen in der Kernstadt (Rasselbande und Schöne Aussicht) sowie im Regenbogenland in Leiberg. Einige der Kinder seien aber erst für einen späteren Zeitpunkt im nächsten Jahr angemeldet worden, so dass Christoph Wittler zuversichtlich ist, Lösungen finden zu können.

Dennoch wollen Rat und Verwaltung das Thema Kindergartenplätze im Blick behalten. Denn die Geburtenzahlen haben sich insbesondere in der Kernstadt noch einmal erhöht. Wurden vor sechs Jahren noch insgesamt 131 Neubürger gezählt, so waren es von Oktober 2018 bis September 2019 144, 55 davon in der Kernstadt. „Mit dem neuen Baugebiet Iserkuhle wird sich der Bedarf noch einmal erhöhen“, so Christoph Wittler, „ein Kindergarten ist dort vorgesehen. Wir werden die Planungen jetzt aufgreifen, um etwas in der Schublade zu haben.“

Wittler berichtete dem Ausschuss außerdem, dass in der offenen Jugendarbeit, die zusammen mit der katholischen Kirchengemeinde angeboten wird, alle offenen Stellen besetzt werden konnten. So könne offene Jugendarbeit sowohl in allen Ortsteilen (außer Elisenhof) angeboten als auch die Arbeit der Ehrenamtlichen von hauptamtlichen Sozialarbeitern unterstützt werden. Fünf Mitarbeiter (zum Teil in Teilzeit) werden für die offene Jugendarbeit und die Schulsozialarbeit eingesetzt.

Etwa 150 Jugendliche nutzen jede Woche die Angebote in den Jugendtreffs.

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