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Nach Verkehrsunfall in Borchen-Dörenhagen: Suchaktion von Feuerwehr und Polizei mit Drohne und Hubschrauber

Auto ausgebrannt: Verletzter wird in einem Kilometer Entfernung gefunden – und verhaftet

Borchen-Dörenhage...

Ein Auto ist nach Angaben der Polizei und Feuerwehr am Montagabend in Dörenhagen gegen einen Straßenbaum geprallt und in Flammen aufgegangen. Im Fahrzeug und vor Ort befand sich niemand, als die Rettungskräfte eintrafen. Etwa drei Stunden später wurde ein leicht verletzter Mann (39), der unter Drogen stand, etwa einen Kilometer entfernt gefunden – und verhaftet.

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Feuerwehrleute am ausgebrannten Peugeot. Foto: Freiwillige Feuerwehr Borchen

Der Mann war von der Unfallstelle geflohen. Gegen ihn lag ein bestehender Abschiebehaftbefehl vor.

Der Verkehrsunfall ereignete sich auf der Straße „Am Knick“. Die Polizei und die Löschzüge aus Dörenhagen und Kirchborchen wurden gegen 22.15 Uhr alarmiert. Dominik Lappe von der Freiwilligen Feuerwehr Borchen berichtete am Morgen: „Da Anwohner den Unfall gehört hatten und den Notruf absetzten, war zum Zeitpunkt der Alarmierung unklar, ob sich der Fahrer noch in dem brennenden PKW befand und eventuell sogar eingeklemmt war.“

Fahrzeuginsassen waren jedoch nicht mehr an der Unfallstelle. Corinna Koptik von der Paderborner Polizei berichtete am Dienstagvormittag: „Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich der bis dahin noch unbekannte Fahrer unter Umständen lebensbedrohliche Verletzungen zugezogen und unter Schock stehend die Unfallstelle verlassen haben könnte, wurden umgehend intensive Suchmaßnahmen durch Kräfte von Polizei und Feuerwehr eingeleitet.“ Ein angrenzender Hof sowie die umliegenden Felder und das Buschwerk wurden abgesucht. Auch ein Polizeihubschrauber aus Düsseldorf und eine Drohne mit Wärmebildkamera der Freiwilligen Feuerwehr Hövelhof kamen dabei zum Einsatz.

Feuerwehr und Polizei suchten nach dem Unfall nach Autoinsassen. Foto: Freiwillige Feuerwehr Borchen

Die Polizei traf den Fahrzeughalter zuhause an. Er machte Angaben zu dem tatsächlichen Nutzer des Peugeots 206, einem 39-jährigen Mann, der sich in Dörenhagen aufhalten sollte. Er wurde leicht verletzt gegen 0.15 Uhr in einem Schuppen an der Kirchborchener Straße gefunden, wo er sich vor den Polizisten versteckt hatte. Nachdem der 39-Jährige, der aus Albanien stammt, von einem Notarzt aus Paderborn und einem Rettungswagen aus Borchen medizinisch versorgt worden war, wurde er verhaftet – gegen ihn lag laut Koptik ein bestehender Abschiebehaftbefehl vor.

Die Polizisten stellten Anzeichen fest, dass der Mann unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Ein durchgeführter Drogenvortest verlief positiv. Deshalb wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Zudem stellte sich heraus, dass er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist.

Gegen den Tatverdächtigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Unfallflucht und Gefährdung des Straßenverkehrs eingeleitet. Gegen den Fahrzeughalter wurde eine gesonderte Strafanzeige gefertigt, weil der Verdacht besteht, dass er das Fahren ohne Fahrerlaubnis zugelassen hatte.

Das Auto, ein Peugeot 206, war nahezu vollständig ausgebrannt. Um 0.45 Uhr übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei.

Auch auf umliegenden Feldern wurde gesucht. Foto: Freiwillige Feuerwehr Borchen
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