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Kita St. Meinolfus in Etteln lässt sich vom heiligen St. Martin zur Hilfsaktion für krebskranken Jungen aus Verne inspirieren

„Benjamin soll sich einen Wunsch erfüllen“

Borchen­

Wenn 60 Kinder mit ihren Eltern und elf Erzieherinnen in nur wenigen Tagen aktiv werden, dann kann daraus eine Menge Gutes entstehen: In einer perfekt geplanten und durchgeführten voradventlichen Martins-Aktion haben die Jungen und Mädchen der katholischen Kita St. Meinolfus in Borchen-Etteln 430 Euro gesammelt.

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Vincent trägt den mit Spendendosen gefüllten Korb, während Constantin das Danke-Plakat der Kita St. Meinolfus Etteln zeigt. Foto:

Diese Summe ist jetzt Benjamin und seinen Eltern aus Verne gespendet worden. Der Junge ist an Blutkrebs erkrankt. Sein Schicksal hatte die Kinder und das Kita-Team sehr berührt, so dass sie eine Sammlung starteten.

Der Schock im Spätsommer war groß, als bei dem dreijährigen Benjamin Blutkrebs diagnostiziert wurde, teilt die Kita St. Meinolfus mit. Der Junge besucht die katholische Kita in Verne, so machte die Nachricht über sein Schicksal auch in den anderen Einrichtungen der Katholischen Kindertageseinrichtungen Hochstift gem. GmbH die Runde.

Geschäftsführer Detlef Müller hatte die einzelnen Kitas darum gebeten, über Unterstützungen nachzudenken. In einem ersten Schritt entschied er gemeinsam mit der Mitarbeitervertretung, die Familie mit einem Betrag aus der Restcent-Solidaritätsaktion zu unterstützen.­

Für Susanne Gieseke und die Kita St. Meinolfus in Etteln war schnell klar, dass auch sie helfen wollten. Gemeinsam mit dem Team und dem Elternbeirat überlegte die Leiterin, was trotz Corona möglich sei. Passend zu St. Martin starteten sie eine Spendenaktion. Da­­zu erhielten alle Eltern eine Infomail mit dem DKMS-Flyer über Benjamins Schicksal. Eine Mutter des Elternbeirates gestaltete eine Vorlage für eine Spendenbox. Diese wurde auf dickem Papier ausgedruckt, von den Kindern noch bemalt und dann zusammengebastelt.

Die Kinder nahmen die gelben Schachteln dann mit nach Hause. Dort sammelten sie in ihren Familien Geld und zweigten auch etwas vom eigenen Taschengeld ab. „Grundgedanke dieser Aktion war natürlich das Teilen, wie einst St. Martin es getan hatte“, erläutert Susanne Gieseke den Hintergrund der Aktion. In den vielen Gesprächen über Benjamin und die Aktion lernten die Kinder so eine Menge über die praktische Umsetzung der Geschichte des Heiligen, der seinen Mantel mit dem Bettler teilt.

Unterschiedlich gefüllt kamen die Spendenkästchen zurück, die die Erzieherinnen leerten und den Inhalt zählten. Sie selbst füllten den Betrag auf und so kamen 430 Euro zusammen, teilt die Kita mit.

Das Geld ist mittlerweile an die Familie überwiesen. Gemeinsam formulierten Erzieherinnen und Kinder einen Brief an Benjamin und seine Familie, den sie über die befreundete Kita in Verne zustellen ließen. Sie berichteten darin über ihre Aktion und legten für den Dreijährigen auch noch Bilder zum Ausmalen bei.

Wichtig war ihnen bei der Aktion, dass dieses Geld direkt bei dem kranken Jungen und seiner Familie ankommt. „Benjamin soll sich damit nach der anstrengenden Chemotherapie einen kleinen Wunsch erfüllen können“, hofft Susanne Gieseke mit der ganzen Kita St. Meinolfus.

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