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Ortsdurchfahrt in Dörenhagen nach zehn Monaten Bauzeit fertiggestellt

Endlich wieder freie Fahrt

Borchen-Dörenhagen

Es war eine der größten Straßenbaumaßnahmen, die das Kreisstraßenbauamt in den letzten Jahren durchgeführt hat. Die Kreisstraße K1 durch Dörenhagen ist saniert und wieder freigegeben.

wn

Schnell weg mit der letzten Barke: Nach zehn Monaten Bauzeit tragen Borchens Bürgermeister Uwe Gockel (links) und Landrat Christoph Rüther im Regen die letzte Absperrung weg. Das freut auch (hinten von links) Dieter Hegers (Ingenieurbüro Hegers), Marco Löseke (GfV - Gesellschaft für Verkehrswegebau mbH) und Heinz Rebbe (Ortsvorsteher Borchen-Dörenhagen. Foto: Michael Rüngeler, Kreisstraßenbauamt Foto:

Zehn Monate Bauzeit, viel Planung und unzählige Gespräche mit Dörenhagenern stecken in der Ortsdurchfahrt, die eine Million Euro gekostet hat. Davon decken Zuschüsse des Landes 600.000 Euro ab.

Die Sanierung der Ortsdurchfahrt war eine gemeinsame Baumaßnahme von Kreis und Gemeinde: Während der Kreis die Straße sanierte und Umbauten vornahm, führte die Gemeinde Borchen Arbeiten an den Bordsteinen durch. Dafür waren im Haushalt der Gemeinde 300.000 Euro eingeplant.

Während der Arbeiten mussten Anwohner und Durchreisende lange Umgehungsstrecken in Kauf nehmen. Das lag daran, dass Dörenhagen ein Straßendorf ist und es bei Straßensperrungen an der Ortsdurchfahrt keine Möglichkeit gibt, die Baustelle innerhalb des Dorfes zu umfahren.

„Allen Beteiligten war daher klar, dass die Baumaßnahme den Menschen viel Geduld abringen wird. Deswegen war es von Anfang an unser Bestreben, die Bürgerinnen und Bürger miteinzubeziehen. Kreis und Gemeinde haben fünf Monate vor Beginn der Arbeiten und noch vor den Ausschreibungen zu einer Bürgerversammlung eingeladen“, erzählen Landrat Christoph Rüther und Borchens Bürgermeister Uwe Glockel, die jetzt die letzte Barke weggetragen haben.

200 Personen haben im Februar 2020 an der Bürgerversammlung teilgenommen. Dort geäußerte Anregungen und Wünsche wurden in die Planung mit aufgenommen, teilt der Kreis mit. Die ursprüngliche bauliche Situation aus den 70er Jahren bevorzugte die Autofahrer. Das Nachsehen hatten Kinder, Eltern mit Kinderwagen oder Bewohner mit gesundheitlichen Einschränkungen, die auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind. Die Bürgersteige waren zum Teil schmaler als 30 Zentimeter.

Bei der Sanierung sind die Bürgersteige jetzt durchgehend verbreitert worden und sorgen nun für mehr Sicherheit für die schwächeren Verkehrsteilnehmer. In Dörenhagen-Busch wurde ein Fahrbahnteiler aufgebaut, da die dortigen Anwohner über die oftmals überhöhten Geschwindigkeiten der Autofahrer, trotz einer schlecht einsehbaren Kurve, klagten. Außerdem wurde auf Wunsch der Anwohner die Tempo-30-Zone erweitert.

Bevor am 29. Juni die eigentliche Baumaßnahme begann, startete der Kreis im Mai einen zweiwöchigen Verkehrsversuch und bat die Bürgerinnen und Bürger erneut um Rückmeldungen – diese kamen zahlreich und wurden bei der weiteren Planung berücksichtigt. Besonders die Landwirte hatten anfangs Bedenken, dass sie mit ihren schweren und langen Maschinen die Straße für den Gegenverkehr blockieren würden. „Die Bedenken konnten vom Kreis ausgeräumt werden. Ich danke den Mitarbeitenden des Kreisstraßenbauamtes für die vielen intensiven Gespräche, die sie mit den Anwohnern geführt haben, und dass unsere Bedenken und Anmerkungen jederzeit ernst genommen wurden“, sagt Ortsvorsteher Heinz Rebbe.

Nach zehn Monaten Bauzeit sind nun auch die letzten Feinarbeiten abgeschlossen. „Bei solchen guten Nachrichten packen wir gerne selbst mit an und schleppen nun auch die letzte Erinnerung an die Baustelle weg“, lachten Landrat Rüther und Bürgermeister Gockel und trugen die letzte Barke weg.

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