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Paderborner Polizei warnt abermals vor Messenger-Masche

Erneuter WhatsApp-Betrug: Täter erbeuten in Borchen rund 3000 Euro

Borchen/Paderborn

Erneut haben Kriminelle mit der WhatsApp-Masche im Kreis Paderborn Geld erbeutet. Dieses Mal fiel eine 60-jährige Frau in Borchen-Dörenhagen auf die Betrüger rein, wie die Polizei am Montag berichtet.

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Symbolbild. Foto: Jörn Hannemann

Die Frau überwies das Geld am Freitag, 11. März, auf ein Konto von Betrügern – im Glauben, ihr Sohn habe sie unter seiner neuen Telefonnummer per WhatsApp um Geld gebeten. Das Opfer erhielt am Freitagabend eine WhatsApp-Nachricht auf ihr Handy: Ihr Sohn habe eine neue Nummer. In der Nachricht wurde um die Sofortüberweisung bestimmter Geldbeträge bis 21 Uhr gebeten. Die Geschädigte überwies zunächst 1542 Euro, anschließend nochmals 1772 Euro. Beide Überweisungen gingen, so die Polizei, an die Empfängerin „Celine Van Laarhoven“.

Erst nach der Überweisung kontaktierte die Mutter ihren Sohn über seine reguläre Mobilfunknummer und erfuhr, dass er von Überweisungsaufträgen nichts wusste.

Auf Nachfrage dieser Zeitung erklärte am Montag die Paderborner Polizei, dass für den Betrug Konten meist unter falschen Personalien bei Onlinebanken eingerichtet werden. Von dort aus werde das Geld dann von den Betrügern sofort ins Ausland überwiesen.

Zuletzt hatte die Paderborner Polizei, wie berichtet, am Freitag vor der Masche gewarnt. Ein Betrugsopfer hatte ebenfalls fast 3000 Euro auf ein ausländisches Konto überwiesen.

Die Messenger-Masche sei seit mehreren Monaten auf dem Vormarsch, so die Polizei: „ Wie bei vielen Betrugsarten gehen die Täter äußerst geschickt vor. Um Ausreden sind die Betrüger nie verlegen.“

Die Polizei warnt deswegen erneut und bittet um erhöhte Aufmerksamkeit:

  • Sollten Sie von einer Ihnen bekannten Person unter einer unbekannten Nummer kontaktiert werden, speichern Sie die Nummer nicht automatisch ab.
  • Fragen Sie bei der Ihnen bekannten Person unter der „alten“ bekannten Nummer nach.
  • Seien Sie bei Forderungen nach Geldüberweisungen über WhatsApp und andere Messangerdienste äußerst misstrauisch.
  • Nutzen Sie alle Sicherheitseinstellungen Ihres verwendeten Nachrichtendienstes.
  • Falls Sie nach einer Aufforderung bereits Geld überwiesen haben, nehmen Sie sofort Kontakt zu Ihrer Bank auf und veranlassen Sie eine Rücküberweisung.
  • Stellt sich heraus, dass es sich um einen Betrug handelt,erstatten Sie Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle.
  • Löschen Sie keinesfalls den Chatverlauf - dieser ist für diekriminalpolizeilichen Ermittlungen von Bedeutung.
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