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„Der Glaube steht im Vordergrund“

Ettelner Punktum-Anhänger lädt an unterschiedlichsten Orten ein

Borchen-Etteln

Wenn am kommenden Sonntag die festliche Einweihung des neuen Punktum-Anhängers erfolgt, dann wurde dafür bewusst ein Ort gewählt, der nicht in oder direkt neben der Kirche liegt. Von 15 bis 17 Uhr sind alle Besucher eingeladen, zur Westerndahle auf dem Weg zu Möckerjahns Hütte zu kommen, um den Anhänger zu segnen und für die anstehenden Sommerzeit auch einen Reisesegen auszusprechen. Doch was hat es mit ebendiesem Punktum-Anhänger eigentlich auf sich?

Von Julia Pongratz

Bildunterzeile: Das punktum-Team vor dem neuen Anhänger (von links): Andrea Wippermann, Andrea Roensch, Claudia Günter, Elmar Schäfer, Pastor Andreas Kreutzmann, Christian Lüttig und Christian Jakob. Foto: Julia Pongratz

„Punktum“ ist ein Projekt, welches bereits im Jahr 2017 in Etteln gestartet ist. Die Projektgruppe, die mit diesem Projekt an den Start gegangen ist, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Gottesdienst einmal im Monat ganz anders und sozusagen „unverbraucht“ zu gestalten. Möglichst immer am ersten Samstag im Monat lädt das Punktum-Team in Etteln zu einem besonderen Erlebnis ein. Der Gottesdienst steht an diesem Tag unter einem bestimmten Motto, zu dem die Texte und Lieder vom Punktum-Team ausgewählt werden. Die musikalische Gestaltung erfolgt dabei durch die Ettelner Musikband Himmelsgold.

Im Anschluss an den Gottesdienst steht dann alles im Zeichen des Zusammenkommens und des gemeinsamen Austauschs. Hier stehen Gespräch, Kulinarisches und nette Begegnungen im Vordergrund. Lange Zeit fanden diese gemeinsamen Treffen immer im Ettelner Pfarrheim statt, doch auch hier hat das Punktum-Team im Verlauf der Zeit gezeigt, dass erlebte Gemeinde auch ganz unabhängig von dem Ort „Kirche“ stattfinden kann. Nach dem Motto „Gemeinde leben, Menschen treffen, Glauben entdecken“ wurde begonnen, ganz neue Orte für Gottesdienste und gemeinsame Treffen zu erkunden.

„Die Corona-Zeit hat einerseits die Kirche noch leerer gemacht, weil auf Grund der Bestimmungen gar keine Besucher zulässig waren oder nur eine begrenzte Anzahl. Sie hat uns aber auch darauf gebracht, die Gottesdienste ins Freie und an neue Orte zu verlegen und so ist die Idee zu unserem Punktum-Anhänger entstanden“, erzählt Elmar Schäfer vom Punktum Team. Der neue Anhänger stellt dabei kein Kirchenprojekt dar, sondern wurde komplett von privaten Spenden finanziert. „Bei uns steht der Glaube im Vordergrund und nicht die Kirche“, erläutert Elmar Schäfer: „Wir wollen einfach einen aktiven Austausch schaffen und Menschen zusammenbringen.“

„Die Kirche muss im Dorf bleiben“

Der neue Anhänger bietet hierfür die ideale Unterstützung, um Tische, Bänke und Getränke an die unterschiedlichsten Orte zu befördern und wurde dafür auch noch gut erkennbar gestaltet. In der Advents- und in der Fastenzeit soll der Anhänger ebenfalls bei der sogenannten Frühschicht zum Einsatz kommen und nach dem christlichen Morgenimpuls einen Ort für ein gemeinsames Frühstück bilden. Hier wird wieder der Projektname „Punktum“ in den Fokus gestellt.

Das Kunstwort steht für den Begriff „sofort“, aber setzt sich auch zusammen aus dem Punkt, der zum einen etwas „auf den Punkt bringt“, aber auch einen Ort meint, der für das Zusammenkommen steht und das Ganze „um“ die Kirche herum. „Wir haben damals gesagt: Die Kirche muss im Dorf bleiben“, sagt Elmar Schäfer: „Während die Institution Kirche immer größer wird, wollen wir uns wieder auf unsere Gemeinde und den gemeinsamen Austausch fokussieren. Dafür steht Punktum.“

An diesem Sonntag sind alle Besucher ab 15 Uhr eingeladen, die Anhängersegnung und das gemeinsame Beisammensein in Etteln in der Westerndahle zu begleiten.

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