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Warnung der Bevölkerung vor Geruchsbelästigung per Warn-App Nina

Feuerwehr in Borchen bringt verbrannte Strohballen unter die Erde

Borchen

Die Feuerwehr Borchen hat nun damit begonnen, die abgebrannten Strohballen nach dem Großbrand am Sonntagnachmittag unter die Erde zu bringen. „Damit sollte die Geruchsbelästigung durch den Rauch deutlich abnehmen“, ist sich Einsatzleiter Andreas Plöger sicher.

Etwa 1000 Strohballen sind bei dem Feuer zerstört wurden. Die Brandrester sorgen für starke Geruchsbelästigung. Die Feuerwehr bringt das Brandgut deshalb nun unter die Erde. Foto: Oliver Schwabe

Um 7 Uhr wurde die Nachtwache, bestehend aus zehn Feuerwehrleuten, abgelöst. Ein Landwirt ist mit einer großen Gülletonne gefüllt mit 25.000 Liter Wasser vor Ort, um das Brandgut weiter abzulöschen.

Einsatzleiter Andreas Plöger warnte am Montagmorgen die Bevölkerung über die Medien und die Warn-App Nina vor dem Brandrauch und rief dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Brandgeruch ist auch mehrere Stunden nach Brandausbruch in großen Teil Borchens noch stark wahrnehmbar.

Zunächst hieß es, dass der Einsatz 14 Uhr beendet sein soll. Nun schreibt die Feuerwehr, dass sie noch mit zwei Löschfahrzeugen vor Ort sei und der Einsatz noch bis in den Nachmittag dauern wird.

Die Löschzüge Dörenhagen und Kirchborchen wurden unter dem Stichwort „Feuer Fläche/Wald 1“ am Sonntag um 16.30 Uhr nach Schloß Hamborn alarmiert. Vor Ort wurde den Einsatzkräften rasch das Ausmaß des Feuers bewusst: In unmittelbarer Nähe zu einem Waldstück brannte ein Strohlager mit etwa 1000 Ballen auf einer Länge von ungefähr 150 Metern.

Da das Stroh bei Eintreffen der ersten Einheiten bereits vollständig in Flammen stand, wurden umgehend die Löschzüge aus Nordborchen, Etteln und Alfen sowie das THW Paderborn nachalarmiert.

„Wir konnten den Brand zwar schnell eindämmen. Da sich die Grünfläche aber in unmittelbarer Nähe zu einem Wald befindet, haben wir zusätzlich Düsenschläuche der Kreisfeuerwehr angefordert, um ein Ausbreiten der Flammen auf die Umgebung zu verhindern“, berichtete Andreas Plöger, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Borchen. Letztlich gelang es, ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.

Insgesamt 90 Einsatzkräfte waren bis 23 Uhr im Einsatz. Danach hielt eine Brandwache mit zehn Feuerwehrkameraden über Nacht den Brandort im Auge. Borchen verfügt ausschließlich über eine Freiwillige Feuerwehr, die komplett aus Ehrenamtliche besteht. „Mein Dank geht deshalb auch an die Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter freigestellt haben“, so Plöger gegenüber dem WESTFALEN-BLATT.

Personen kamen laut Polizei nicht zu Schaden. „Zur Brandursache können noch keine Angaben gemacht werden“, heißt es in der Mitteilung. Der betroffene Betrieb und die Polizei sprechen übereinstimmend von 30.000 Euro Sachschaden.

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