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Zehn Bauhof-Mitarbeiter in Borchen im Einsatz – Große Gemeindestraßen haben Priorität – Müllabfuhr kann sich verzögern

Feuerwehrgerätehäuser, Kitas und Schulen freigeräumt

Borchen

Die Schneemassen haben alle Ortsteile Borchens in eine idyllische Winterlandschaft verwandelt. Die Bauhofmitarbeiter waren im Dauereinsatz.

wn

Aus der Ferne sieht der Ortsteil Kirchborchen am Montagnachmittag wie ein idyllisch verschneites Bergdorf aus. Foto: Thomas Finke

(som) „Unter dem Aspekt Waldspaziergang eine tolle Sache“, sagt Borchens Ordnungsamtsleiter Bernd Niggemeier: „Für alle anderen ist das eine Katastrophe. Alle Kräfte sind im Einsatz.“ Der Ordnungsamtsleiter betont, dass alle vor einer großen Herausforderung ständen: „Das ist eine Masse an Schnee, die wir in der Form lange nicht mehr hatten.“

Er hofft deshalb auf das Verständnis der Bürger und ihre Mithilfe: „Es gab bereits einen Anruf, dass die Räumfahrzeuge die Grundstückszufahrt zugeschoben hätten. Aber irgendwo muss das Material, sprich der Schnee, ja hin. Die Fahrzeuge schieben ihn zur Seite auf den Gehweg, aber von dort muss er weggeräumt werden. Am besten auf die Grundstücke.“ Es gebe wenig Sinn, den Schnee wieder auf die Straße zu schippen.

Eigentlich gibt es in Borchen gar keine Straßenreinigung, wie Karin Striewe erläutert: „Die Bürger zahlen hierfür auch keine Gebühren. Streng genommen ist jeder selbst dafür verantwortlich und müsste bis zur Straßenmitte räumen“, erläuterte die Fachbereichsleiterin Hoch-Tiefbau. Bei diesem Wintereinbruch sei der Bauhof natürlich trotzdem im Einsatz und räume die Straßen frei.

Zehn Mitarbeiter seien am Montagmorgen von fünf Uhr an im Dauereinsatz gewesen. „Wir versuchen erst mal, die größeren Gemeindestraßen, die auch die Ortsteile miteinander verbinden, freizuräumen. Wir tun, was wir können, aber wir kommen nicht wirklich hinterher bei den Schneemassen“, betonte Striewe am Montag.

Die Wahrnehmung bei den Bürgern sei teilweise eine andere: „Wir bekommen Anrufe, dass vor der Haustür noch nicht geräumt ist.“ Kleinere Gemeindestraßen seien aber oft nicht zu schaffen. Der Fokus liege auf den größeren Gemeindestraßen. Auch konzentriere man sich darauf, dass Kitas und Schulen für die Notbetreuung erreichbar blieben. Ordnungsamtsleiter Bernd Niggemeier ist auch für die Feuerwehr zuständig, deren Einsatzfähigkeit zu jeder Zeit sichergestellt war: „Die Ein- und Ausfahrten zu den Feuerwehrgerätehäusern und der Rettungswache sind immer geräumt – ohne Einschränkung ist ein Einsatz möglich.“

Die Gemeinde Borchen teilt auf ihrer Internetseite mit, dass es aufgrund der aktuellen Wetterlage in den kommenden Tagen zu Ausfällen oder erheblichen Behinderungen bei der Abfallabfuhr kommen kann. Am Dienstag würde laut Plan in Nordborchen, Alfen, Etteln und Kirchborchen die Biotonne gelehrt. Anlieger sollten ihre Tonnen dafür wie sonst auch an die Straße stellen, sagt Hauptamtsleiterin Johanna Jablonski: „Die Mitarbeiter der Abfallentsorgung entscheiden dann am Dienstagmorgen bei Dienstantritt, ob sie losfahren können oder nicht.“ Genauso werde auch weiter von Tag zu Tag entschieden, je nachdem, wie sich die Wetterlage verändert. „Das in Borchen tätige Entsorgungsunternehmen ist bestrebt, die Abfallabfuhr möglichst reibungslos zu gestalten. Die Gemeinde Borchen bittet jedoch um Verständnis dafür, dass es in den kommenden Tagen zu Behinderungen und zeitlichen Verzögerungen der Abfuhr kommen kann“, teilt die Verwaltung mit, dass es weitere Informationen auch zu Nachholterminen auf der Internetseite der Gemeinde gebe.

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