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Wanderfreunde des SV RW Alfen beobachten steigende Corona-Fallzahlen mit Sorge

Lust am Wandern ungebrochen

Borchen (WB/som). Wenn sich die Wanderfreunde des SV Rot-Weiß Alfen am kommenden Sonntag, 25. Oktober, zu ihrer monatlichen Wanderung treffen, ist die Coronapandemie auch hier allgegenwärtig: Statt Umarmungen zur Begrüßung gibt es ein freundliches Lächeln, statt Seite an Seite zu wandern, gilt Mindestabstand.

Die Wanderfreunde des SV Rot-Weiß Alfen erkunden gerne gemeinsam neue Strecken in der näheren Umgebung. Das Bild zeigt die Teilnehmer bei einer Rast im Wald. Foto: Lioba Thiele

Und trotzdem: Die Lust am gemeinsamen Erkunden der Natur ist groß. „Nach dem wochenlangen Corona-Lockdown standen die Leute in den Startlöchern und haben darauf gewartet, dass es endlich wieder losgeht“, erzählt Wanderleiter Josef Schumacher von der ersten Tour nach dem Lockdown zum Kapellenhof in Etteln. Unter Beachtung aller Hygieneregeln starteten 30 Teilnehmer, um über Kirchborchen am Teufelsstein vorbei zum Bauernhofcafé zu wandern. „So viele wie sonst nicht“, sagt Schumacher.

Lioba Thiele

Auch Lioba Thiele spürt das Bedürfnis der Wanderer, sich wieder in der Gruppe zu bewegen: „Alle sind einfach froh, dass sie rauskommen. Wir haben alle ungefähr das gleiche Alter zwischen 72 und 75 Jahre und halten uns an die Corona-Schutzregeln.“ Das beginne schon bei den normalerweise üblichen Fahrgemeinschaften: „Eigentlich machen wir die Autos immer voll und fahren gemeinsam. Aber jetzt dürfen nur die zusammen im Auto fahren, die auch privat Kontakt haben“, erläutert Thiele.

Aus Unsicherheit wegen der weiter steigenden Corona-Fallzahlen hat Josef Schumacher eine Wanderung des Alpenvereins Paderborn in Horn-Bad Meinberg abgesagt, die er in dieser Woche geleitete hätte. „Ich habe mit anderen erfahrenen Wanderern gesprochen und deren Meinung eingeholt. Aufgrund der Infektionszahlen war mir eine Wanderung aber nicht geheuer. Ich stehe als Leiter in der Verantwortung und möchte auf keinen Fall, dass sich das Virus weiter ausbreitet. Wir sind alle Senioren und gehören damit zur Risikogruppe“, schildert der 72-Jährige seine Bedenken.

Josef Schumacher

Persönlich halte er sich gerne in der Natur auf, kundschafte neue Wege aus, die er dann als Tour anbiete, erzählt Josef Schumacher, was ihn am Wandern so begeistert. Auch Lioba Thiele hat die neuesten Entwicklungen der Corona-Fallzahlen im Blick. Ob die Gruppe am Sonntag in ein Lokal einkehrt, wie die Wanderfreunde es normalerweise nach jeder Tour machen, kläre sich erst am Freitag. Dann will die 71-Jährige Kontakt zur Gaststätte vor Ort aufnehmen und fragen, ob es coronakonform Platz für eine Gruppe gibt, deren Größe erst kurz vorher feststehe. „Wie viele Teilnehmer es werden, ob 10 oder 25, weiß ich ja noch nicht. Es muss sich niemand anmelden.“

Nachgeholt werden soll die Rundtour auf dem Eco-Pfad Muschelkalk im Diemeltal zwischen Körbecke, Ostheim und Lamerden. „Wir begeben uns auf den Boden eines ehemaligen subtropischen Muschelkalkmeeres“, heißt es in der Ankündigung. „Die Wanderung kann nur stattfinden, wenn die Witterung beständig und trocken ist, da sonst die bergigen Abschnitte der 13 Kilometer langen Strecke zu rutschig sind“, erläutert die Wanderexpertin.

Treffpunkt ist das Feuerwehrgerätehaus

Treffpunkt ist am Sonntag, 25. Oktober, um 10 Uhr am Feuerwehrgerätehaus, Tudorfer Straße 7, in Alfen. Vom Parkplatz Lindenstätte vor dem Wald in Borgentreich-Körbecke geht es durch das Naturschutzgebiet am Schwiemelkopf in das Tal der Diemel. Nach einer Rast an der Diemelbrücke erreichen die Teilnehmer die Ostheimer Hute, durchqueren die artenreiche Wacholderheide und wandern durch das Hegeholz nach Lamerden. Mit einem Anstieg auf dem Fulda-Diemel-Weg geht es zum Ausgangspunkt zurück.

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