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Rudolf-Steiner-Werkgemeinschaft feiert Jubiläum: Festtage vom 1. bis 6. Juni

Sechs Tage Musik und Kultur in Schloss Hamborn

Borchen

Vor 90 Jahren war die offizielle Eröffnung von Schloss Hamborn. Das möchte die Rudolf-Steiner-Werkgemeinschaft feiern und hat ein vielfältiges Programm für das Pfingstwochenende auf die Beine gestellt. Der Festakt am Samstag, 4. Juni, um 12 Uhr wird eingerahmt von einem fröhlichen, bunten, spielerischen und musikalischen Festtags-Programm.

Von Sonja Möller

Schloss Hamborn wurde vor 90 Jahren eröffnet. Foto: Schwabe

Geplant sind Erzählungen aus Schloss Hamborn, Schüleraufführungen und Workshops, eine Mixed Show mit Hamborner Künstlern, Theateraufführungen von der Compagnie Pas de Deux, ein Open Air-Konzert mit Musikern unterschiedlichster Stilrichtungen sowie Weltmusik vom Trio Trojka aus Dresden.

Die Festtage

Los geht‘s bereits an diesem Mittwoch um 19 Uhr mit dem Stück „Wie Siegfried die schöne Helena fand – ein Schl0ssmärchen“, das das Fairy Tale Ensemble Schloss Hamborn. Im Anschluss gibt es eine offene Erzählrunde, musikalisch begleitet von Isolde Rüther.

Weiter geht‘s am Donnerstag, 2. Juni, mit dem Konzert des Duos Jara. Rainer Abraham am Flügel und Jana Springer an der Violine spielen von 19.30 Uhr an. Mit dem Workshop „Des Gauklers täglich Brot“ mit Martin del Torro von der Compagnie Pas de Deux geht es am Freitag, 3. Juni, um 15 Uhr weiter. Hierfür ist eine Anmeldung erforderlich. Um 19.30 Uhr beginnt die Mixed Show mit Kabarettist Ingo Börchers aus Bielefeld.

Das Jubiläum „90 Jahre Schloss Hamborn“ feiert die Rudolf-Steiner-Werkgemeinschaft mit einem Festakt am Samstag, 4. Juni, von 12 Uhr an. Musikalisch begleitet das Hamborner Kammerorchester. Um 15 Uhr startet die Aufführung „Die Glücksgeige“ mit der Compagnie Pas de Deux, bevor um 16.30 Uhr das Open-Air-Singer-Songwriter-Konzert am Runden Platz beginnt. Mit dabei sind der gebürtige Paderborner Matthias Lüke, der vielschichtige Songs mit eingängigen Melodien schreibt. Kristin Shey zeichnet ihre kraftvolle Stimme unterlegt mit groovigem Gitarrenspiel aus. Sänger, Gitarrist und Songschreiber Stephan Kießling präsentiert Teile seines Solo-Programms. Und Sänger und Songschreiber Carsten Mentzel spielt eine Mischung aus Eigenem, Unentdecktem und Weltbekanntem. Von 20 Uhr an spielt das Trio Trojka aus Dresden einen Mix aus Weltmusik, Polka, Klezmer und Rock mit Cello, Gitarre und Klavier.

Zum Abschluss sind an Pfingstsonntag und -montag öffentliche Aufführungen von der Compagnie Pas de Deux geplant. Gezeigt wird am 5. Juni um 11 Uhr „Souvenirs“ und um 19.30 Uhr „Die unbekannte Insel“ sowie am 6. Juni um 11 Uhr „Das Märchen aus der Wunderkiste“. Für das leibliche Wohl sorgt das Hofgut.

Die Anfänge

Die Gründungsidee von Schloss Hamborn ist die Verwirklichung pädagogischer, landwirtschaftlicher, medizinischer und sozialer Bereiche, aus dem Impuls der Anthroposophie im Gemeinwesen. Die Historie der Einrichtung begann 1931. Der Heilpädagoge Siegfried Pickert, Mitgründer des ersten Heilpädagogischen Heims in Jena, dem „Lauenstein“, sah sich nach einem Anwesen für seine Menschen mit Beeinträchtigungen um, wo eine lebenslange Versorgung mit Arbeitsmöglichkeiten gegeben sein sollte. So zog Pickert mit 40 Kindern und einigen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ins Schloss ein. Zudem sollte ein Erholungsheim auf der Grundlage der anthroposophischen Medizin aufgebaut werden. Die ausgedehnten landwirtschaftlichen Nutzflächen wurden auf die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise umgestellt. So entstand damals ein umfassendes und vielseitiges Projekt, das medizinische, pädagogische und landwirtschaftliche Tätigkeiten auf der Grundlage des anthroposophischen Impulses zusammenwirken lässt.

Mittlerweile ist der gemeinnützige Verein Schloss Hamborn Rudolf Steiner Werkgemeinschaft der größte Arbeitgeber der Gemeinde Borchen mit einem selbstverwalteten Gemeinwesen.

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