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SPD-Fraktion stellt Antrag zu Balkonkraftwerken im Bürener Stadtrat

200 Euro Zuschuss für Mini-Solaranlagen in Büren gefordert

Büren

Für Mini-Solaranlagen, die auf Balkon oder Terrasse betrieben werden können, soll die Stadt Büren künftig einen Zuschuss von 200 Euro zahlen. Das beantragt die SPD-Fraktion im Stadtrat.

Von Hanne Hagelgans

Es gibt sie zum Aufstellen oder zum Aufhängen,  und sie dürfen – nach Absprache – auch auf gemieteten Balkons zum Einsatz kommen: Solarpanele, die über die Steckdose betrieben werden. Einige Städte zahlen für die Anschaffung einen Zuschuss. Das hat jetzt auch die Bürener SPD beantragt. Foto: homeandsmart

Als Balkonkraftwerk werde eine Mini-Solaranlage bezeichnet, die  aus nur einem oder wenigen Solarmodulen besteht und direkt an die Schutzkontakt-Steckdose des Haushaltsstromkreises angeschlossen wird, erläutert der Fraktionsvorsitzende Marco Sudbrak den Antrag.

Der hierdurch erzeugte Strom werde nicht in das öffentliche Stromnetz, sondern in das Wohnungsstromnetz eingespeist. Die eingespeiste Energie könne für Elektro- und Elektronikgeräte verwendet werden, die ununterbrochen in Betrieb sind oder sich im Stand-by-Modus befinden wie etwa Kühltruhe, Kühlschrank, PCs, Router, Heizung oder Telefon. Erzeugte Energie, die nicht gebraucht wird, werde als Überschuss in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Hierfür stehen dem Betreiber des Balkonkraftwerkes allerdings keine Einspeisevergütungen zu.

„Die Bezeichnung Balkonkraftwerke mag ein wenig irreführend sein. Die Mini-Solaranlagen können vom Eigentümer oder Mieter zwar auf dem Balkon angebracht werden, doch können die Anlagen ebenso auf dem Garagendach, der Gartenhütte, im Garten oder auf dem Hausdach installiert werden“, heißt es im Schreiben der SPD.

Sie schlägt vor, die Balkonkraftwerke mit einer maximalen Leistung von 600 Watt einmalig mit 200 Euro zu fördern. Das Gesamtvolumen der Förderung sollte auf 150 Anlagen ausgelegt werden und somit 30.000  Euro betragen. Nicht gefördert werden sollen Maßnahmen, die zum Zeitpunkt der Bewilligung bereits beauftragt oder begonnen wurden.

Bis zu 30 Prozent Einsparung des Haushaltsstroms möglich

Der Bewilligungszeitraum soll am 1. Januar kommenden Jahres beginnen. Die Verwaltung  soll bis dahin entsprechende Förderrichtlinien erarbeiten. Die Leistungsgrenze des geförderten Balkonkraftwerkes sollte auf 600 Watt begrenzt werden, da dies die Grenze sei, Installation und Inbetriebnahme ohne Fachkraft durchführen zu dürfen, schlägt die SPD vor.

Zudem bedürfe es bei der vorgeschlagenen Leistungskapazität keiner Genehmigung der Bundesnetzagentur oder des öffentlichen Netzbetreibers. Durch den Betrieb eines Balkonkraftwerkes mit einer Leistung von 600 Watt könnten je nach Nutzungsverhalten zwischen 10 und 30 Prozent des Strombedarfs eines Haushaltes abgedeckt werden. Die SPD-Fraktion Büren ist der Auffassung, dass mit dem Förderprogramm auch Mietern ein Anreiz geboten werden könne, mit der Nutzung sauberer Energie einen wichtigen Beitrag zur Einsparung von CO2 beizusteuern.

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