1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Büren
  6. >
  7. Anfeindungen gegenüber russischstämmigen Mitbürgern in Büren

  8. >

Bürgermeister Burkhard Schwuchow ruft zum friedlichen Miteinander auf

Anfeindungen gegenüber russischstämmigen Mitbürgern in Büren

Büren

In Büren hat es offenbar Anfeindungen gegenüber russischstämmigen Mitbürgern gegeben. Entsprechende Informationen hat Bürgermeister Burkhard Schwuchow jetzt zum Anlass genommen, in einem offenen Brief zum friedlichen Miteinander in der Stadt aufzurufen.

Von Hanne Hagelgans

Der Bürener Bürgermeister Burkhard Schwuchow. Foto: Jörn Hannemann

Mit Sorge höre er Berichte einiger russischstämmiger Menschen über Anfeindungen gegen sich und ihre Familien, weil man sie für den Ukrainekrieg verantwortlich mache. Es seien Klagen von Menschen, betont der Bürgermeister, die vor vielen Jahren nach Büren gekommen seien, weil sie in der damaligen Sowjetunion als Deutschstämmige abgelehnt und benachteiligt würden und die in Büren eine neue Heimat gesucht und gefunden haben. Er betont: „Diese Menschen haben mit dem Krieg in der Ukraine nichts zu tun, haben keinen Einfluss auf die politischen Entscheidungen Russlands.“

Burkhard Schwuchow bittet daher alle Bürener eindringlich, sich gegen Vorurteile, Pauschalisierungen und Fake News abzugrenzen, weiterhin Solidarität zu zeigen und Hilfe zu gewähren: „Lassen Sie uns gemeinsam dafür einstehen, dass der grausame, kriegerische Konflikt, der in der Ukraine derzeit ausgetragen wird, nicht nach Büren gelangt.“

Bisher seien mehr als 200 Geflüchtete aus der Ukraine nach Büren gekommen, viele weitere seien noch zu erwarten. Schwuchow ist dankbar und freut sich über die große Hilfsbereitschaft und Solidarität. Private Initiativen, Hilfsorganisationen, die Politik, die Stadtverwaltung und andere Behörden leisteten gemeinsam Großes.

Startseite
ANZEIGE