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Motorradpolizist mit Videokamera stoppt Audifahrer – drei Monate Fahrverbot

Autofahrer rast mit Tempo 230 auf der L776 in Büren

Büren

Erneut ein hoher Tempoverstoß im Kreis Paderborn: Die Polizei  hat einen Audifahrer auf der L776 erwischt. Mit Tempo 230 sei er am Montag im Bereich der Anschlussstelle Wewelsburg unterwegs gewesen, berichtet die Kreispolizei Paderborn. Tempo 100 sei an dieser Stelle erlaubt. Der Fahrer aus Soest müsse jetzt mindestens 700 Euro bezahlen und seinen Führerschein für drei Monate abgeben. Zudem gebe es zwei Punkte.

Symbolfoto. Foto: Jörn Hannemann

Von einem "haarsträubenden Tempoverstoß" sprach die Polizei in ihrer Mitteilung am Dienstag. Um kurz nach 18 Uhr sei ein Zivilpolizist mit einem sogenannten Video-Motorrad auf der L776 während einer Verkehrsüberwachung unterwegs gewesen. Wenig später sei ihm ein Audi aufgefallen, der sich mit "höchster Geschwindigkeit" genähert habe. Der Audi habe einen ebenfalls zu schnell fahrenden BMW und dann das zivile Polizeimotorrad überholt.

Daraufhin sei der Motorradpolizist dem Raser gefolgt. Sein Tacho habe Tempo 230 angezeigt. Während der Messung habe der Audi-Fahrer einen weiteren Pkw überholt. Die Fahrt des Audifahrers habe der Polizist als Beweis auf Video aufgezeichnet. Dann habe er den Fahrer kurz nach der Anschlussstelle Wewelsburg gestoppt. Der Fahrer habe angegeben, einen wichtigen Termin zu haben.

Ihm wirft die Polizei nach Abzug einer Toleranz eine Überschreitung der Geschwindigkeit von 105 Kilometer in der Stunde vor. Unter bestimmten Voraussetzungen könne das Bußgeld auch erhöht werden.

Reihe von Tempoverstößen

In den vergangenen Tagen hatte die Kreispolizei von einer Reihe von Tempoverstößen berichtet. So hatte sie ebenfalls am Montag Geschwindigkeitskontrollen auf der Kaunitzer Straße in Delbrück durchgeführt. Die Höchstgeschwindigkeit habe an der Messstelle 50 Kilometer in der Stunde betragen. Innerhalb von 90 Minuten fuhren laut der Polizei 20 Fahrzeuge zu schnell. Ein Motorradfahrer aus Paderborn sei besonders negativ aufgefallen:  Er sei mit Tempo 130 durch die Messstelle gefahren.

Am späten Samstagabend wurde die Polizei in Wewer zu einem Verkehrsunfall mit Sachschaden alarmiert. Aufgrund der Spurenlage sei wegen des Verdachts des verbotenen Kraftfahrzeugsrennens ermittelt worden.

Von „erschreckenden Zahlen“ sprach die Polizei nach Geschwindigkeitskontrollen am vergangenen Freitag auf der B64 bei Schwaney sowie auf der B1 bei Wewer. Innerhalb von sieben Stunden seien insgesamt 663 Fahrzeuge zu schnell unterwegs. Sechs Fahrer erwarte ein Fahrverbot.

Im Rahmen der Verkehrsüberwachung zur Bekämpfung der Hauptunfallursache Geschwindigkeit auf besonders unfallreichen Strecken mit schweren Unfallfolgen im Kreis Paderborn setze die Polizei neben Laser und Lichtschranken-Messgeräten das sogenannte ProViDa-Motorrad (Proof-Video-Data-System) ein. Damit würden die Verstöße per Videokamera aufgezeichnet und samt Fahrdaten gesichert.

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