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Bürener Bürgermeister-Kandidaten beantworten zweite „Frage der Woche“

Bürgermeisterbewerber stellen sich vor

Büren (WB/han). Vier Männer stellen sich in Büren am Sonntag, 13. September, zur Wahl für das Bürgermeisteramt. Neben Amtsinhaber Burkhard Schwuchow (CDU) sind das Rüdiger Bonke (Freie Wähler), Meinolf Krawczyk (FDP) und der unabhängige Bewerber Dieter Bernhard Hahn. Im WV beantworten die Kandidaten Fragen.

Vier Männer wollen Bürgermeister von Büren werden. Am Sonntag, 13. September, stellen sich zur Wahl: Rüdiger Bonke von den Freien Wählern (oben links), der unabhängige Bewerber Dieter Bernhard Hahn (oben rechts), Meinolf Krawczyk von der FDP (unten links) und Amtsinhaber Burkhard Schwuchow von der CDU (unten rechts). Im WV beantworten die vier Bewerber vor der Wahl jeweils drei „Fragen der Woche“. In der ersten Folge der Reihe stellen sich die Kandidaten zunächst selbst vor. Montage: Oliver Schwabe

Diesmal gehen die Kandidaten auf das Thema Handel und Innenstadtentwicklung ein, das nicht erst seit der Bürgerbeteiligung „Büren-Mitte“ viele Einwohner beschäftigt. Welche Entwicklungen wünschen sich die Bürgermeister-Bewerber für das Bürener Zentrum? Und was würden sie als Bürgermeister tun, um das zu verwirklichen?

Rüdiger Bonke

Meiner Meinung nach muss die Entwicklung der Gesamtgemeinde im Wesentlichen zur „Chefsache“ werden. Ein ehemaliger Schüler des Mauritius-Gymnasiums, der vor 25 Jahren hier in Büren sein Abitur gemacht hat, bemerkte während einer Stadtrundfahrt: „Hier hat sich ja gar nichts verändert.“

Meiner Meinung nach gehören mehr Menschen in die Innenstadt. Dafür muss passender Wohnraum durch Investoren mit Unterstützung der Kommune generiert werden, zum Beispiel durch Schließung von Baulücken. Ohne Bürger in der Innenstadt können sich weder (Gast-)Gewerbe noch Handel entwickeln. Der Marktplatz muss mit ansprechender Gastronomie in eine Wohlfühl­oase umgestaltet werden.

Das derzeitige Einzelhandels- und Zentrenkonzept ist eher ein Hemmschuh für die Entwicklung von Büren. Das jetzt bekannt gewordene Projekt in der mittleren Burgstraße (die Ansiedlung eines Lebensmittel- und eines Drogeriemarktes auf dem Gelände des ehemaligen Combi, d. Red.) sollte im Einvernehmen mit dem Investor städtebaulich ansprechend geplant und positiv begleitet werden.

Mit richtigem Knowhow sollte die Aufhebung der „Einzelhandelssperre“ für zentrenrelevante Waren keine Gefahr sein; denn bekanntlich belebt Konkurrenz das Geschäft. Die angestrebte Entwicklung von (Gast-)Gewerbe und Handel ist sicherlich ein Gewinn für Büren, ein Magnet für alle Einzelhändler.

Burkhard Schwuchow

Eine lebendige Kernstadt und aktive Ortschaften, die für alle großen und kleinen Bürger gute Lebensbedingungen bieten – dafür engagiere ich mich seit über zehn Jahren als Bürgermeister. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie stehen wir vor der Herausforderung, die Attraktivität unserer Kernstadt weiter zu stärken und unseren Einzelhandelsstandort gleichzeitig zu beleben. Was uns in der Innenstadt aktuell fehlt, ist ein breiteres Angebot an Lebensmitteln, das auch fußläufig erreicht werden kann. An der Lösung dieser Kernprobleme arbeiten wir gerade sehr aktiv gemeinsam mit der mittelständischen Wirtschaft in Büren.

Dieter Bernhard Hahn

Eine Stadt lebt durch die Begegnung von Menschen. Der Marktplatz war immer das Zentrum der Begegnung. Dazu gehört Gastronomie, ein ansprechendes Ambiente, musikalische Untermalung. Ein Wetterschutz, der sowohl vor Regengüssen als auch vor zuviel Sonneneinstrahlung schützt und allen Besucherinnen und Besuchern ein Gefühl der Geborgenheit gibt. Wunsch und Umsetzbarkeit ist hier das größte Problem. Ich kann mir vorstellen, wie der Marktplatz einmal aussehen kann. Doch entscheidend wird sein, die Oberbedenkenträger mitzunehmen; eine der größten Herausforderungen in Büren. Für mich gehört zusätzlich noch das Kunsthandwerk in die Kernstadt.

Ich werde zunächst einmal die Anwohner und Gewerbetreibenden am Marktplatz zu einem Gespräch bitten. Eine Halteberechtigung zum Be- und Entladen werde ich den Geschäftsinhabern in der Kernstadt erteilen. Mit den Wünschen werde ich dann sehen, wie diese in das Konzept hineinpassen und ob es vielleicht schon andere Plätze in anderen Städten mit ähnlicher topographischer Lage gibt, die schön gestaltet sind. Danach geht es dann in die Umsetzungsphase. Das Büro Frauns hat hierzu schon viel zusammengetragen, was sicherlich in den Entscheidungsprozess einfließt.

Meinolf Krawczyk

Ich werde an einer durch alle Beteiligten getragenen Lösung für die Innenstadt arbeiten. Und ja, das Interesse der Bevölkerung an einer gefälligen Entwicklung ist groß. Nur die Menschen dieser Stadt können den Investoren den erhofften Erfolg bescheren, indem sie die Innenstadt annehmen und dort mit Freude einkaufen. Dazu gehört aber auch, dass wir uns zuerst mit den einheimischen Eigentümern und Investoren verständigen und nicht mit Investoren, die eine rein wirtschaftliche und nicht ortsnahe Orientierung haben. Gleichwohl gilt es, eine vernünftige Lösung bei dem vom bisherigen Rat unserer Stadt auferlegten Einzelhandelszentrenkonzept, kurz EHZK, zu finden.

Es gibt Überlegungen und Bedingungen hierbei, die auf ihre zeitliche und zeitgemäße Sinnhaftigkeit und Wirkung überprüft werden müssen.

Lesen sie hier auch die die Beiträge zur ersten und dritten Fragerunde.

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