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Polizeiliche Verkehrskontrolle auf Drogen und Alkohol am Kapellenberg in Büren

„Erschreckende Ergebnisse“

Büren

Eine groß angelegte, achtstündige Verkehrskontrolle am Donnerstag am Kapellenberg in Büren habe erschreckende Ergebnisse gezeigt, teilt die Polizei mit: Von etwa 70 zwischen 10 und 18 Uhr kontrollierten Fahrzeugen wurde bei fast der Hälfte Verstöße festgestellt.

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Symbolbild. Foto: Jörn Hannemann

Die Kontrolle auf dem Gelände der Feuerwache zielte laut Polizei vor allem darauf ab, die Anzahl der schweren Verkehrsunfälle durch gezielte Maßnahmen gegen die Unfallursachen Drogen und Alkohol zu reduzieren.

Sechs Fahrer fielen auf, die unter Drogeneinfluss am Steuer saßen. Ihnen wurde jeweils eine Blutprobe entnommen, die Weiterfahrt untersagt und Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Sie müssen nun mit einem Bußgeld in Höhe von 500 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot rechnen. Ergibt die Blutanalyse den Verdacht, dass regelmäßig Drogen konsumiert werden, entzieht die Fahrerlaubnisbehörde den Führerschein dauerhaft.

Besonders auffällig verhielt sich laut Polizei ein 33-jähriger BMW-Fahrer aus Paderborn, der wegen Verdachts des Drogenkonsums angehalten wurde. Ein Urintest verlief zunächst negativ. Deutliche körperliche Auffälligkeiten ergaben allerdings den konkreten Verdacht, dass der Fahrer unter Drogeneinfluss stehe. Bei einer körperlichen Durchsuchung fanden die Polizisten diverse Betäubungsmittel in der Kleidung und am Körper versteckt. Die Durchsuchung brachte auch ein aufgerissenes Tütchen mit einer gelben Flüssigkeit zum Vorschein, die dazu diente, den Drogenvortest zu verfälschen. Ein erneuter Test verlief positiv. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet, die Drogen wurden beschlagnahmt.

Zwei Fahrer waren nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Ein 65-jähriger Bürener war mit einem Kleinkraftrad unterwegs, für das er keine Fahrerlaubnis vorweisen konnte.

Am Nachmittag sollte ein 29-jähriger aus Schauenburg angehalten werden. Anstatt auf den Parkplatz der Kontrollstelle zu fahren, bog er in die Mauritiusstraße ein, um sich einer Kontrolle zu entziehen. Als die Beamten ihn stoppten, wies er sich mit einem irakischen Führerschein aus, der seine Gültigkeit verloren hatte. Gegen ihn sowie den Fahrzeughalter wurden Strafverfahren eingeleitet und die Weiterfahrt unterbunden.

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