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Volksbanken Wewelsburg-Ahden und Elsen-Wewer-Borchen – Jobs sollen bleiben

Es läuft alles auf eine Fusion hinaus

Wewelsburg/Ahden  (WB). Die Volksbank Wewelsburg-Ahden eG steht vor einer Fusion mit der Volksbank Elsen-Wewer-Borchen eG. Kommt es zu einem Zusammenschluss der beiden Institute, endet die aktuell 119-jährige Geschichte der Volksbank (kurz: VB) Wewelsburg-Ahden, der kleinsten Volksbank im Hochstift.

Hans Büttner

Die beiden Wewelsburger Vorstände Thomas Petrik (links) und Wilhelm Hecker vor dem Bankgebäude in Wewelsburg. Am 8. Mai stimmen die Mitglieder über eine Fusion ab. Foto: Hans Büttner

Die Vorstände und die Aufsichtsräte der beiden Banken befinden sich derzeit jedenfalls in intensiven Fusionsgesprächen. Die Entscheidung treffen aber die Mitglieder der beiden Banken. Hier werden zunächst die Mitglieder der Volksbank Wewelsburg-Ahden am Freitag, 8. Mai, in der Wewelsburger Dorfhalle in einer Generalversammlung ihre Entscheidung treffen.

Über den aktuellen Stand der Fusionsgespräche informierte der Vorstand der VB Wewelsburg-Ahden jetzt seine Mitglieder. „Nicht nur, dass beide Bankinstitute fast gleichen Alters sind, die VB Wewelsburg-Ahden wurde 1901 und die VB Elsen-Wewer-Borchen wurde 1903 gegründet, uns verbindet viel miteinander“, sagte Thomas Petrik, der gemeinsam mit Wilhelm Hecker den Vorstand der VB Wewelsburg-Ahden bildet.

Einige Eckpunkte bereits festgelegt

Obwohl die Fusionsverhandlungen noch laufen, konnten bereits einige Eckpunkte festgelegt werden. Es werde in beiden Häusern zu keinen fusionsbedingten Kündigungen kommen, hieß es. Demnach bleiben die jetzigen Ansprechpartner in beiden Häusern erhalten. Die neue Bank würde als Volksbank Elsen-Wewer-Borchen eG firmieren und die Volksbank Wewelsburg-Ahden eG künftig als „Volksbank Wewelsburg–Ahden, Zweigniederlassung der Volksbank Elsen-Wewer-Borchen eG“, erhalten bleiben. Zunächst soll auch noch die Filiale der Wewelsburger Volksbank in Ahden erhalten bleiben.

Für die Kunden bleiben die Kontonummern ebenso gültig wie die Bank- und Kreditkarten. Ändern werden sich die Bankleitzahl, die IBAN–Nummer und die BIC-Kennung. Allerding gibt es hier eine zweijährige Übergangszeit.

Wewelsburg-Ahden würde voraussichtlich mit zwei Mitgliedern im neun Personen zählenden Aufsichtsrat vertreten sein. Eine Versammlung aller Mitglieder wird es aufgrund der Größe nicht mehr geben. Allerdings soll es weiterhin für die Wewelsburger jährlich Informationsversammlungen geben.

Die zunehmenden Belastungen durch aufsichtsrechtliche Vorgaben, steigender Kostendruck sowie rückläufige Erträge durch die anhaltende Niedrigzinsphase seien die Gründe für die Aufgabe der Eigenständigkeit der Bank, sagte Petrik.

In Zahlen drückt sich das so aus, dass die VB Elsen-Wewer-Borchen (rund 8600 Mitglieder, 15.000 Kunden) eine Bilanz von 360 Millionen Euro und die VB Wewelsburg-Ahden (rund 1500 Mitglieder, 2900 Kunden) von 51 Millionen Euro ausweist.

Bereits 1988 hatte es Fusionsüberlegungen gegeben

Bereits 1988 hatte es Fusionsüberlegungen für die VB Wewelsburg gegeben. Damals betrug die Bilanzsumme 30 Millionen DM und man hatte 864 Mitglieder. Begründet wurde die Notwendigkeit einer Fusion mit dem starken Konkurrenzdruck, der Entwicklung des bevorstehenden EG-Binnenmarktes, mit seiner unterschiedlichen Stabilität der Währungen und mit der speziellen Situation als zweitkleinste Bank im Hochstift, die schon damals mit den gesetzlichen Anforderungen zu kämpfen hatte. Als mögliche Partner waren damals die Spar- und Darlehnskasse Büren-Steinhausen, die VB Haaren, die VB Paderborn und die Spar- und Darlehnskasse Salzkotten im Gespräch. In ihrer Form überlebte nur die VB Wewelsburg-Ahden.

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