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Metallverarbeitendes Unternehmen erweitert Standort im Industriegebiet West

Fischer EKF wächst in Büren

Büren

Das Unternehmen Fischer EKF erweitert seinen Büro- und Produktionsstandort im Bürener Industriegebiet West. Bürgermeister Burkhard Schwuchow hat jetzt die Baustelle besucht.

Während der Besichtigung der neuen Halle im Industriegebiet Büren-West (von links): Bürgermeister Burkhard Schwuchow, Geschäftsführer Dominik Kersting und Produktionsleiter Adam Duda. Foto: Michael Kirchner

„Metall ist unsere Leidenschaft“, so lautet der Anspruch des traditionsreichen Unternehmens Fischer EKF. Die Abkürzung EKF steht für „Entwicklung, Konstruktion, Feinwerkmechanik“.

Die Entwicklung kennt seit der Übernahme von Geschäftsführer Dominik Kersting im Jahr 2013 ausschließlich einen Weg: nach oben. Der Unternehmer hat 2017 ein Grundstück von 10.000 Quadratmetern im Bürener Industriegebiet West erworben und den Unternehmenssitz von Lippstadt nach Büren verlegt. Dazu errichtete er seinerzeit eine 60 mal 25 Meter große Halle in Stahlkonstruktion samt Bürogebäude in Massivbauweise. Um den Anforderungen weiter gerecht zu werden, investiert der gebürtige Hegensdorfer nun in die Zukunft und erweitert seinen Büro- und Produktionskomplex.

Der An- und Neubau kann sich sehen lassen: In einer Größenordnung von
1800 Quadratmetern verdoppelt Kersting seine Produktionsflächen. „Um am Markt sicher bestehen und wachsen zu können, ist dieser Schritt unerlässlich“, sagt Dominik Kersting. Die neue Produktionsstätte soll Mitte 2023 in Betrieb genommen werden.

Das Unternehmen produziert hauptsächlich Funktionsbeschläge und Metallgestelle für Kunden aus der Möbelindustrie, die zum Großteil Eigenentwicklungen darstellen. Dreh- und Frästeile, Schweißbaugruppen und fertig montierte Einheiten inklusive Oberflächenbeschichtung gehören ebenso zum Lieferprogramm.

Unternehmen hat weltweit Kunden

Ob es dabei um Serienfertigung oder Prototypenbau geht, spielt für Kersting und sein Team mit 24 Mitarbeitern keine Rolle. „Am Ende zählen das fertige Bauteil, die Baugruppe oder die Dienstleistung, die wir für unsere Kunden fertigen“, betont der Unternehmer.

Zu seinen Kunden gehören Manufakturen aus OWL, aber auch internationale Unternehmen aus den USA, Belgien oder den Niederlanden. Dabei ist die innerbetriebliche Wertschöpfung im Unternehmen sehr hoch, da der Unternehmer in den vergangenen Jahren kontinuierlich in neue und gewinnbringende Maschinen investiert hat.

„Eine unserer neusten Investitionen ist eine hochmoderne Schweißroboteranlage. Diese Investition hat sich für uns in kürzester Zeit mehr als amortisiert“, schildert Adam Duda, Produktionsleiter bei der Fischer EKF, der zugleich für die nicht minderwichtigen CNC-Anlagen in der Fertigung verantwortlich ist.

Das neue Gebäude entspricht dem aktuell höchsten Energiesparstandard KFW 40+. Die Dachfläche des Anbaus wird komplett zur Erweiterung der bereits bestehenden PV-Anlage auf zukünftig insgesamt 350 Kilowattstunden genutzt. Ebenso wird der zur Bearbeitung notwendige Stickstoff künftig direkt vor Ort hergestellt.

Die Gesamtinvestition im siebenstelligen Bereich wird bezuschusst durch das Regionale Wirtschaftsförderungsprogramm des Landes NRW (RWP NRW) zur „Förderung von Investitionen an gewerbliche Unternehmen“. „Diese unternehmerische Investition am Standort Büren unterstützt arbeitsplatzschaffende Maßnahmen in einem erheblichen Maße. Somit erfüllen wir die wichtigen Fördervoraussetzungen dieses Zuschussprogramms für gewerbliche Unternehmen“, schildert Kersting. Große Teile des Kreises Paderborn gehören seit Anfang 2022 zur Förderkulisse. Unternehmer Kersting war einer der ersten Antragsteller der neuen Förderperiode 2022 bis 2027 in Ostwestfalen.

So sieht das Firmengelände von EKF Fischer aus der Luft aus. Foto: Stadt Büren

Fachkräfte gesucht

„Durch das stetige Wachstum suchen wir Fachpersonal. Und zwar zu sofort und jederzeit“, macht Kersting deutlich. Neben Feinwerkmechanikern sucht er zugleich Schweißer, Technische Produktionsdesigner, Zerspanungsmechaniker sowie Fachhelfer. Das Unternehmen ist anerkannter Ausbildungsbetrieb und bildet in der Feinwerkmechanik und Zerspanung aus.

Bürgermeister Burkhard Schwuchow lobte beim Besuch vor Ort: „Dominik Kersting geht mit viel Weitsicht und Mut voran. Die Investition in den Wirtschaftsstandort schafft die Grundlage für sein unternehmerisches Wachstum und für zukunftsfähige Arbeitsplätze direkt vor unserer Haustür. Zugleich bereichert sein Unternehmen die Karriere- und Ausbildungsperspektiven im Handwerk am Standort.“

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